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ZELASEN GUTSHAUS

GUTSHAUS IN ZELASEN

DIE GESCHICHTE BIS 1911.

Zelasen, ein Gutsbezirk von 675 Hektar mit 205 Einwohnern im Amtsbezirke Zelasen.
Nachdem eine vom Hochmeister Karl Beffart von Trier ausgestellte Verschreibung für Zelasen und das heute untergegangene Dorf Miromino verbrannt war, gab Winrich von Kniprode im Jahre 1378 am 18. Juni die Genehmigung zum Gütertausche Sydow (Woedtke) gegen Selaschnow und halb Miromino. Drei Personen treten auf: Wojan, Cosma und Gneomar. - Im Bischofsdezem wird es als Selesna, in den Kopenhagener Wachstafeln als Schelesno (Michael von Schelesno), in den Aufzeichnungen des Jahres 1437 als Chelasno bezeichnet. Diese Halbierung des Ortes wird im letzten Verzeichnisse ausgedrückt durch die Worte: „Chelasno gibt halb Swyn, Ku, Powud", d.h. es gibt zur Hälfte polnischen Zins. - Selasen oder Sellasin hat neben Chottschewken und Slavekow seit dem Jahre 1575 Lehnsprivilegien halb für die Familie Rostken, halb für die Familie Zelasinski. So lauten die ältesten Lehnbriefe für die Selasinskis oder Selasken auf Sellaßge und einen Besitzanteil von Slaffekow. - Die Rostken haben erst im Jahre 1584 (anscheinend einen Anteil) gekauft, haben aber „ihre Lehne nicht gebührlicher Maßen gewertet" (Stettiner Lehnbriefe). Im Jahre 1658 wird es nur durch die Vettern Zelasinski vertreten, Hans und Georg. Bald aber beginnt eine ungewöhnliche Zersplitterung. Nach der Osseckener Kirchenchronik soll es sich noch am Anfange des 16. Jahrhunderts ganz in der Hand der Zelasinskis befunden haben und auch noch 1756 ist der überwiegende Teil im Besitze dieser Familie,freilich schon in 3 Anteile gespalten, Ernst,Johann und Christian von Zelasinski; 1756 befindet sich ein vierter Anteil im Besitze der Familie von Bornstädt. Noch weitere Zersplitterungen treffen wir im Jahre 1784 an, und zwar drei Anteile im Besitze der Zelasinskis, auch diese meist in mehreren Händen, außerdem die Adelsfamilien Bronke, Lübtow, Stojentin. Wie sich die einzelnen Teile wieder angesammelt haben, ersieht man aus folgender Zusammenstellung:
Anteil A wurde 1792 von einem Hauptmann von Chmielinski an Paul Albrecht von Wittke verkauft; von ihm erwarb es sein Schwager Karl Friedrich von Koß aus Schimmerwitz (Frl. Ciementine von Koß hat wichtige Aufzeichnungen der Adelsfamilien des Lauenburger Kreises hinterlassen), dieser verkauft an seinen Sohn und dieser wieder 1842 an seinen Schwiegersohn v. Milczewski.
Anteil B ist bis 1798 in Händen der Zelasinskis; dann erwarb es P.A.v.Wittke; seitdem sind beide Anteile vereinigt geblieben und haben gleiche Schicksale.
Anteil C war bis 1828 in der Hand der Familie Zelasinski, 1828 kaufte ihn Wilh. von KoB und vereinigte ihn mit A und B.
Anteil 0 blieb bis 1859 in der Hand der Zelasinskis, erst dieser verkaufte an Milczewski, der inzwischen bereits alle anderen Anteile erworben hatte. 1862 wird er auch amtlich zum Rittergute geschlagen.
Anteil E. Franz Mathias von Lübtow verkaufte 1817 an K. W. von Koß, seitdem bei dieser Familie und deren Erben.
Anteil F gehörte schon 1736 einem Herrn von Modrczewski, von dem es sein Enkel von Lübtow erbte. Dieser verkaufte 1787 an Jakob von Brunke, dessen drei Töchter verkauften an von Koß.
Somit ist das ganze Gut Zelasen erst seit 1859 vollständig in der Hand der Familie von Milczewski. Seit dem 2. August 1882 Eugen Karl Robert von Milczewski, vermählt mit Fräulein von Rexin aus Woedtke.

 Jagdscheinbesitzer 1927( Krs 5)

Karl Oskar von Bonin

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