AUS DER LAUENBURGER ZEITUNG 1917
MACKENSEN
Mackensen Geschichte bis 1945
Amtsbezirk Rettkewitz, Kirchspiel Gr. Jannewitz (kath. Lauenburg), 8 km westlich von Lauenburg, Landstraße Mackensen, Chaussee Lauenburg—Stolp, Bahnstation Langeböse (3 km), 548 Einwohner.
Das Dorf, am Rande des Lebatals gelegen, z. Z. des 1. Weltkrieges aus den Ortschaften Chotzlow und Vitröse entstanden und nach dem Generalfeldmarschall v. Mackensen, dem Schwager des Grafen v. d. Osten, Gr. Jannewitz, benannt.
Chotzlow bereits im 14. Jh. erwähnt. Die älteste nachweisbare Besitzerfamilie v. Pirch besaß Lehnbriefe seit dem 16. Jh. Daneben bisweilen Mitbesitzer, z. B. die v. Breitenbach. 1804 alleiniger Besitzer Leutnant Köhn v. Jaski. 1836 Verkauf an Wilhelm Kaiser. 1905 Georg v. Zitzewitz. 1912 ChotzlowVitröse parzelliert (1254 ha, 69 Siedlerstellen). Restgutsbesitzer 1939 Hans Kramp (192 ha). Bereits 1640 eine lutherische Kapelle (mit einem Prediger) von Georg v. Pirch errichtet. Kapelle und Kirchhof noch 1784 erwähnt.
Nach dem 1. Weltkrieg eine neue Kirche zur Erinnerung an die Gefallenen der Armee Mackensen eingeweiht (vgl. den Bericht in diesem Buch Seite 437). Vitröse, 2 km nordöstlich von Chotzlow, bereits 1402 genannt, war auch alter v. Pirchscher Besitz, allerdings aus mehreren Anteilen bestehend. Ab etwa 1700 häufiger Wechsel. Friedrich d. Große gab 1778 den Besitzern von Chotzlow und Vitröse erhebliche Geldmittel zur Verbesserung der Wirtschaft. Um 1780 Familie v. Breitenbach, dann Leutnant Kühn v. Jaski, 1836 Wilhelm Kaiser, 1905 Georg v. Zitzewitz. Beide Güter hatten also lange Zeit dieselben Besitzer und wurden zusammen parzelliert.
NAMEN DIE IN MACKENSEN AUFTRETEN
MACKENSEN TOTALANSICHT 1938
Mackensen Gasthof Walter Petsch 1938
GASTHAUS ZUR HOHEN LINDE INHABER WALTER PETSCH
Mackensen -Schule 1938
DIE KIRCHE IN MACKENSEN
DIE GESCHCICHTE DES DORFES CHOTZLOW BIS 1912
Chotzlow, ein Gutsbezirk von 554 Hektarmit 162 Einwohnern im Amtsbezirke Lischnitz. Die Schreibweise war in älterer Zeit recht schwankend:
Kodzelaw, Kozelow, Chotzelow, Gutzelow; die richtige siavische Benennung ist nach Kêtrzyñski Chocielowo gewesen. — Schon nach einer Urkunde zwischen den Jahren 1335 — 41 wird Kotzelow oder Chuslau oder Kuczczelawe als Nebengut von Rettkewitz angegeben (vergl. Cramer Seite 226 und 227). Um das Jahr 1400 wird die Handfeste für einen Bartke von Kozelow erwähnt und der Bürgschaft für eine Schadloshaltung “ was her Schaden empfinge von der Handfeste up Bartke von Koczelow“ (Kopenhagener Wachstafeln Nr. 8). In der Verzeichnis des Bischofsdezems vom Jahre 1402 heißt es: “Chozelow seyn 5 Hoken.“ Die älteste Adelsfamilie darauf ist die von Pirch; ihre Lehnsbriefe vom Jahre 1575, 1578 — 1621 erstrecken sich auf Chotzlow, Wunnechow, Viteröse, Nebbersin, Buckfin und Rettkewitz; anscheinend haben sie aber schon 1523 darauf gesessen, denn die Angabe, dass Jürgen Pirch “tho Rettkewitz“ und die Kinder des Peter Pirch mit 3 Pferden Dienste: zu leisten hatten findet ihre Erklärung nur, wenn zu Rettkewitz noch andere Nachbargüter gehörten. Allerdings gehörten zu diesem Komplexe auch nicht weniger als 17 Anteilhaber (Stettiner Lehnbriefe). Die Hufenmatrikel vom Jahre 1628 nennt zwar diesen Ort nicht ausdrücklich, doch lässt der gehäufte und bereits gespaltene Besitz derer von Pirch in Viteröse darauf schließen. Dementsprechend ist Chotzlow im Jahre 1658 bei der Huldigung durch Benedikt und Jürgen von Pirch vertreten. Im Jahre 1640 errichtete Georg von Pirch eine lutherische Kapelle daselbst, setzte einen Kandidaten als Prediger ein und nötigte seine Untertanen, dorthin, statt nach Jannewitz zu gehen (Thym. S. 59). Der Kirchhof und die Begräbniskapelle werden noch 1784 erwähnt. Obgleich ein Teil von Chotzlow abgezweigt war, ( 2 1/2 Bauern besaß ca. 1756 Baron von Heborn neben seinem Hauptgute in Viteröse und wenige Jahre darauf treten die Herren von Breitenbach als Mitbesitzer auf, zwischen 1784 und 1794), so bleiben die Pirchs doch im Besitze des Hauptenteiles. Mannigfache Familiennachrichten melden aus Chotzlow von ihrem Bestehen: 1739 vermählt sich Anton Ernst von Pirch auf Chotzlow mit einem Fräulein von Galibrecht, dieselbe stirbt 1772; 1775 ist Georg Christian von Pirch in Chotzlow Besitzer, als solcher noch genannt 1784, 1776 stirbt daselbst eine Frau Louise Tugendreich von Pirch, geb. von Puttkammer. Recht eingehend ist Brüggemanns Darstellung des Ortes, wenn es u. A. darin heißt, es läge am Lebaflusse, habe ein Vorwerk, 4 Bauern, 5 Kossäten, 1 Schulmeister, 12 Feuerstellen, eine nicht zu weit vom Dorfe gelegene und denen von Pirch gehörige Begräbniskapelle nebst einem Kirchhofe, auf welchem die hiesigen und die Viteröseschen Einwohner ihre Toten begraben, mit einer geringen Holzung. Zwei Besitzer seien: Georg Christian von Pirch und Hauptmann Friedrich von Breitenbach, beide hätten im Jahre 1778 zur Urbarmachung der Moorländereien Königliche Gnadengelder in der Höhe von 1364 resp. 1140 Talern erhalten, die sie vom Jahre 1780 ab gegen einen Kanon zu verzinsen gehabt hätten. In dem von Breitenbachschen Anteile sollten neben der Anlage einer Molkerei allein 701 Morgen gerodet werden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts schwinden beide Familien aus Chotzlow, im Jahre 1794 stirbt Frau Hauptmann von Hoym geb.v. Breitenbach auf Chotzlow und im Jahre 1804 wird als alleiniger Besitzer genannt der Ingenieur Leutnant Köhn von Jaski, zugleich auf Viteröse und Paraschin A, der im Jahre 1813 bei Errichtung der Landwehr im Lauenburger Kreise besonders tätig war. Chotzlow war auf 14 000 Taler veranschlagt. Die Minorennen des Köhn v.Jaski hielten den Besitz bis 1836. da sie ihn an Wilhelm Kaiser verkauften. Die letzten Besitzer Joh. Friedrich Wilhelm Kaiser, 1876 dessen Witwe geb. Gansauge, 1897 Eugen Kaiser; seit 1.August 1905 Georg von Zitzewitz. Das Gut ist 1901 von der Pommerschen Landgeselischaft zur Aufteilung in Rentengüter angekauft. Chotzlow, ein Gutsbezirk von 554 Hektar mit 162 Einwohnern im Amtsbezirke Lischnitz. Die Schreibweise war in älterer Zeit recht schwankend:
Kodzelaw, Kozelow, Chotzelow, Gutzelow; die richtige siavische Benennung ist nach Kêtrzyñski Chocielowo gewesen. — Schon nach einer Urkunde zwischen den Jahren 1335 — 41 wird Kotzelow oder Chuslau oder Kuczczelawe als Nebengut von Rettkewitz angegeben (vergl. Cramer Seite 226 und 227). Um das Jahr 1400 wird die Handfeste für einen Bartke von Kozelow erwähnt und der Bürgschaft für eine Schadloshaltung “ was her Schaden empfinge von der Handfeste up Bartke von Koczelow“ (Kopenhagener Wachstafeln Nr. 8). In der Verzeichnis des Bischofsdezems vom Jahre 1402 heißt es: “Chozelow seyn 5 Hoken.“ Die älteste Adelsfamilie darauf ist die von Pirch; ihre Lehnsbriefe vom Jahre 1575, 1578 — 1621 erstrecken sich auf Chotzlow, Wunnechow, Viteröse, Nebbersin, Buckfin und Rettkewitz; anscheinend haben sie aber schon 1523 darauf gesessen, denn die Angabe, dass Jürgen Pirch “tho Rettkewitz“ und die Kinder des Peter Pirch mit 3 Pferden Dienste: zu leisten hatten findet ihre Erklärung nur, wenn zu Rettkewitz noch andere Nachbargüter gehörten. Allerdings gehörten zu diesem Komplexe auch nicht weniger als 17 Anteilhaber (Stettiner Lehnbriefe). Die Hufenmatrikel vom Jahre 1628 nennt zwar diesen Ort nicht ausdrücklich, doch lässt der gehäufte und bereits gespaltene Besitz derer von Pirch in Viteröse darauf schließen. Dementsprechend ist Chotzlow im Jahre 1658 bei der Huldigung durch Benedikt und Jürgen von Pirch vertreten. Im Jahre 1640 errichtete Georg von Pirch eine lutherische Kapelle daselbst, setzte einen Kandidaten als Prediger ein und nötigte seine Untertanen, dorthin, statt nach Jannewitz zu gehen (Thym. S. 59). Der Kirchhof und die Begräbniskapelle werden noch 1784 erwähnt. Obgleich ein Teil von Chotzlow abgezweigt war, ( 2 1/2 Bauern besaß ca. 1756 Baron von Heborn neben seinem Hauptgute in Viteröse und wenige Jahre darauf treten die Herren von Breitenbach als Mitbesitzer auf, zwischen 1784 und 1794), so bleiben die Pirchs doch im Besitze des Hauptenteiles. Mannigfache Familiennachrichten melden aus Chotzlow von ihrem Bestehen: 1739 vermählt sich Anton Ernst von Pirch auf Chotzlow mit einem Fräulein von Galibrecht, dieselbe stirbt 1772; 1775 ist Georg Christian von Pirch in Chotzlow Besitzer, als solcher noch genannt 1784, 1776 stirbt daselbst eine Frau Louise Tugendreich von Pirch, geb. von Puttkammer. Recht eingehend ist Brüggemanns Darstellung des Ortes, wenn es u. A. darin heißt, es läge am Lebaflusse, habe ein Vorwerk, 4 Bauern, 5 Kossäten, 1 Schulmeister, 12 Feuerstellen, eine nicht zu weit vom Dorfe gelegene und denen von Pirch gehörige Begräbniskapelle nebst einem Kirchhofe, auf welchem die hiesigen und die Viteröseschen Einwohner ihre Toten begraben, mit einer geringen Holzung. Zwei Besitzer seien: Georg Christian von Pirch und Hauptmann Friedrich von Breitenbach, beide hätten im Jahre 1778 zur Urbarmachung der Moorländereien Königliche Gnadengelder in der Höhe von 1364 resp. 1140 Talern erhalten, die sie vom Jahre 1780 ab gegen einen Kanon zu verzinsen gehabt hätten. In dem von Breitenbachschen Anteile sollten neben der Anlage einer Molkerei allein 701 Morgen gerodet werden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts schwinden beide Familien aus Chotzlow, im Jahre 1794 stirbt Frau Hauptmann von Hoym geb.v. Breitenbach auf Chotzlow und im Jahre 1804 wird als alleiniger Besitzer genannt der Ingenieur Leutnant Köhn von Jaski, zugleich auf Viteröse und Paraschin A, der im Jahre 1813 bei Errichtung der Landwehr im Lauenburger Kreise besonders tätig war. Chotzlow war auf 14 000 Taler veranschlagt. Die Minorennen des Köhn v.Jaski hielten den Besitz bis 1836. da sie ihn an Wilhelm Kaiser verkauften. Die letzten Besitzer Joh. Friedrich Wilhelm Kaiser, 1876 dessen Witwe geb. Gansauge, 1897 Eugen Kaiser; seit 1.August 1905 Georg von Zitzewitz. Das Gut ist 1901 von der Pommerschen Landgeselischaft zur Aufteilung in Rentengüter angekauft.
Die im Weltkriege 1914-18 gefallene Soldaten :
Bock Otto
Bock Wilhelm
Bogs Otto
Brandenburg Paul
Draheim Erich
Eilrich Leo
Eilrich Max
Kischnick Karl
Krause Wilhelm
Lietzau Wilhelm
Lietzau Hermann
Loock Heinrich
Marz Paul
Nagorsen Gustav
Onasch Karl
Pantel August
Pantel Friedrich
Pantel Wilhelm
Piotter Albert
Schalk Albert
Sonntag Emil
Sonntag Otto
Srock Richard
Talpke Ernst
Wenzel Paul
Fromm Reinhold