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 NESNACHOW HEUTE

Nesnachow 2011

Nesnachow 2011

 

Nesnachow 2011

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Nesnachow 2011

Nesnachow 2011

Nesnachow 2011n

Nesnachow 2011

 NESNACHOW GESCHICHTE BIS 1911

Nesnachow, ein Gutsbezirk von 486 Hektar mit 134 Einwohnern im Amtsbezirke Roschütz.
Die ursprünglich slavische Benennung soll Nieznachowo gewesen sein, doch tritt noch im Jahre 1523 die Form Gniesnachow auf. Allerdings wäre das anlautenden G in der deutschen Mundart in Wirklichkeit schon früher verloren gegangen, da es schon unter der heutigen Form um das Jahr 1400 auftritt. In den Lauenburger Gerichtsakten wird ein Tretzke von Nesnachow als Bürge aufgeführt (8. Juli 1401), auch ein anderes Mitglied der Dorfschaft als Jatzke. Es wird sowohl unter dem Bischofsdezem als wie im Jahre 1437 als kassubisches Panengut von drei Hoken mit Naturallieferung bezeichnet. Hier war seit uralter Zeit eine Panenfamilie ansässig, welche nach dem Orte benannt wurde und Lehnsprivilegien aus den Jahren 1495 bis 1605 aufzuweisen hatte. Sie war anscheinend zeitweise auch Besitzerin von Sarbske, denn 1523 wird Gniesnachow mit Zerbski zusammengeworfen, beide Ortschaften hatten zusammen ein Pferd zu stellen. Neben den Nesnachows saßen hier die Taddens, deren Lehnsprivilegien ebenfalls in das Jahr 1527 zurück reichen (3. Juli 1527) . Derselbe wird später 1575 wiederholt und im Jahre 1658 bei der Huldigung sollen die Nesnachows bereits ausgestorben sein, während die Taddens die einzigen Vertreter des Ortes sind. Bald ging auch dieser Familie das Gut durch Kauf an die Linie Krockow-Roschütz verloren, ja es wurde sogar der Hof von Nesnachow hier längere Zeit Sitz der Gutsherrchaft, 1740 starb Jakob Döring von Krockow in Nesnachow. Die Kirche von Roschütz wurde schon 1659 nur für die Ortschaften Roschütz, Bergensin und Nesnachow erbaut, 1756 war Besitzer Karl Otto von Krockow, noch 1784. Nach Brüggemanns Darstellung aus diesem Jahre lag Nesnachow oder Neznachow in einem mit Wäldern und Bergen umgebenen sumpfigen Tale an einem Bache, der aus dem nahe gelegenen Roschützer See entspringt und durch das Dorf fließt, hatte eine Schmiede, einen Schulmeister, ganzen 19 Feierstellen und besaß Fichtenwald.
Nach dem Tode des letzten Krockow im Jahre 1815 erfolgte eine Auflösung dieses ganzen tief verschuldeten Besitzes. Unser gut ging zunächst  über in den Besitz des Wilke (1821), noch 1874 Hugo Wilke, 10 September Oskar Wilke. - 1896 am 8. Juni Paul Jonas,seit 1904 am 21 Oktober Leo Neitzke.
Die ehemals größere Dorfgemeinde war allmählich zusammengeschmolzen und wurde, da nur ein Bauer Namens Gumrich übrig war durch Allerhöchste Kabinettsordre vom 8. September aufgehoben.

Gefallen im Weltkrieg1914/18:

Marczenka Karl

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