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CHMELENZ

CHMIELENIEC WIDOK WSI 1935

DORFANSICHT 1935

CHMIELENIEC WIDOK WSI 1935

DORFANSICHT 1935

CHMIELENIEC WIDOK WSI 1935

DORFANSICHT 1935

GESCHICHTE BIS 1911

 Chmelenz, ein Gutsbezirk von 1044 Hektar mit 250 Einwohnern im Amtsbezirk Boschpol. Der ursprüngliche slavische Name war nach Kêtrzyriski Chmielenitz und wird noch 1409 Chmellnitz genannt. Beim Übergange in die deutsche Mundart hat sich das hart anklingende Chm in einen Laut Schm aufgelöst, da es schon 1618 als Schmelentz aufgeführt wird und noch heute im Munde des Volkes fast wie ein Schm gesprochen wird. Im Jahre 1409 wird ein Matzke von Chmellnitz in der Angelegenheit des Kretzmers von Boschpol genannt ( Kopenhagener Wachstafeln). Die älteste und hier bekannte Adelsfamilie sind die Bochens, welche aber schon ziemlich früh von Dem Gute den Namen Chmielinski annahmen und bis in die neueste Zeit den Namen von Bochen-Chmielinski führten. Nach dem Lehnsprivileg vom 9. März 1575 waren die Bochen eine schon weit verzweigte Familie, im Besitze von Chmelnitz, Groß und Klein Boschpol und von Wosseck (Osseck), in den späteren Jahren überwiegt nun der Besitzname Chmelenczky ( 1601, 1618, 1621) und im Jahre 1628 wird Chmelentz unter den freien Panen- gütern aufgeführt. Im Jahre 1658 war bei der Huldigung Chmelens durch Christoph Chmelenski und Michel Bochen vertreten, welche beide natürlich demselben Familienstamme angehörten. Aus den von Bartschen Familien  Nachrichten erfahren wir, dass im Jahre 1704 ein Fräulein Konstantia von Bochen-Chmielinski, 1713 eine Frau Regina von Chmielinski geb. von Röpke, daselbst gestorben sei. Aber schon mit Beginn des 18. Jahrhunderts wird dieses Geschlecht von seinem Heimatbesitze abgedrängt; wir treffen sie in Schlaischow, Klein Perlin, Klein Boschpol und Klein Lüblow; zwei Majore v. Chmielinski fallen im siebenjährigen Kriege bei Bautzen am 14.Oktober  1758 und bei Torgau im Jahre 1760. Im Jahre 1756 war Chmielentz  schon in den Besitz der Familie von Woedtke übergegangen, Kammerrat Peter Georg v. Woedtke, während die Chmelinskis gleichzeitig auf den schon bezeichneten Nachbargütern saßen. Auch 1784 war ein Hauptmann Wedig Georg v. Woedtke Besitzer; 1804 war es ein Graf Karl v. Rädern, der es für 43 350 Taler erworben hatte; 1807 folgt ein Graf Eugen v.Krockow auf Klein Katz. Nach dessen Tode blieb es in der Hand der Witwe, einer geb. Matthy, darauf deren Tochter Ottilie, die es 1834 an einen Schulz verkaufte; 1848 Witwe Schulz, dann 1863 durch Erbgang an den Leutnant Detlof Schulz; 1876 Theodor und Eugen von Plachetzki (Gebrüder); 1893 am 7. November Rudolph von Plachetzki allein.

 

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