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 LOWITZ DIE GESCHICHTE BIS 1911

Lowitz, ein Gutsbezirk mit 44 und eine Landgemeinde mit 187 Einwohnern im Amtsbezirke Roslasin.
Die polnische Bezeichnung ist Lowez, die älteste in den deutschen Urkunden Lowstze, Loffze.Der Ort wird im Jahre 1437 als kassubisches Panengut Mit Naturallieferung bezeichnet .Soweit die urkundlichen Nachrichten reichen, war Lowitz gespalten; die eine Hälfte des Ortes gehörte der uralten eingesessenen Adelsfamilie der Wittken und zwar mit dem benachbarten Jezow und einigen Wiesen bei Ahlbecke in der gemeinschaftlichen Hand der Vevattern Vithken (Lehnbrjef vom Jahre 1553) als väterlich anererbtes Stammlehnn. Ein Fabian mit dem Zunamen Flotke (Flatow), aber ebenfalls ein Wittke, saß um diese Zeit auf einem Teile von Lowitz, verkaufte ihn an seine Lehnsvettern Peter und Hans und zog nach Putzig, wo er Unterhauptmann wurde. Die Besitzverhältnisse der Wittken erhalten im 17.Jahrhundert eine Verschiebung, indem nach dem Jahre 1637 Lowitz von Jezow losgelöst wird. Bei der Huldigung im Jahre 1658 wird dieses Ortes speziell nicht mehr gedacht. Im 18.Jahrhunderte sind die drei nebeneinander liegenden Ortschaften Ober, Mittel und Nieder Lowitz strenge von einander getrennt und sind es geblieben bis zum  Jahre 1879.
Ober Lowitz war im Besitze des Ernst Mathias von Warezewski, 1784 des Leutnants M. Ernst von Warszewski, ca. 1804 des Mich. von Sichorski, dann des von Sychowski, seit 1857 Ottomar Kämmerer, dann Kutscher.
Mittel Lowitz war um das Jahr 1756 in zahlreiche Adelsanteile gespalten.
Es werden nebeneinander genannt: von Bychowski, Joh. und Michel Anteilbesitzer von Nawitz und Mittel Lowitz; Jakob von Dziezelsky, Ludwig von Jezewski (vermutlich ein Wittke aus Jezow), eine Frau von Zelasinski auf Nawitz und Mittel Lowitz und ein Theodor von Wyschetzki. Nach den Aufzeichnungen hatte es (im Jahre 1784) vier Vorwerke. Als Besitzer werden genannt Chosnitzki,die Gebrüder von Thadden zu Reddestow, die nachgelassenen Töchter des Bichowski un Karl von Wyschetzki. Da aber drei von diesen Vorwerken mit benachbarten Grundstücken vereinigt waren, so fanden sich ungeachtet der vier Besitzer nur zwei Feuerstellen am Orte. 1804 unterschied man ebenfalls vier Anteile. Anteil A besaß derselbe Jakob von Chosnitzki, 8 ebenfalls der genannte Carl von Wyschetzki, C und einen Anteil von Nawitz B Frau von Zelasinska und der Landschaftsrat von Lewinski. -- Ein Anteil D war nach der Matrikel im Besitze einer Frau Neitzke geb. von Wyschetzki. Später wird nach der Matrikel nur Lewinski als Besitzer genannt, d.h. als Besitzer der Anteile A, B und C.  Von ihm erwarb es die Hauptbank in Berlin, darnach Joh. von Zelewski, seit 1857 besaß Louis Ottomar Kämmerer Ober Lowitz und von Mittel Lowitz alle vier Anteile, die er für 68000 Taler gekauft hatte, 1864 Besitzer Kutscher, 1887 Robert Rieck, 1891 am 19. Januar Theodor von Plachetzki, der schon vorher im Besitze von Nieder Lowitz gewesen war.  Nieder Lowitz war 1756 im Besitze eines Phil. Chr. von Kowalski. Im Jahre 1784 Philippine Charlotte geb. von Kowalski Dombrowska verehel. Poblocka, darnach Mathias von Szrebielinski, 1831 von Bojahn, darauf die Witwe von Plachetzki geb. von Bojahn. Seit 1884 am 4. Februar Marzell von Plachetzki. Am 22. Dezember 1904 kaufte der Forstfiskus in Danzig auch den größeren Teil von Nieder Lowitz an.
Unter dem Besitzer Kutscher wurden die Gutsbezirke Ober und Mittel Lowitz durch Allerhöchsten Erlaß vom 14.Juni 1879 zu einem Gutsbezirke Mittel Lowitz vereinigt.Durch Allerhöchsten Erlaß vom 26.April 1893 erfolgte dann die Vereinigung von Mittel und Nieder Lowitz zu einem Gutsbezirk mit dem Namen Lowitz.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das frühere Mittel Lowitz an 17 Erwerber, meist polnischer Nationalität, aufgeteilt. Daraufhin wurde am 12. Juli 1909 aus den nicht im fiskalischen Eigentum stehenden Teilen des Gutsbezirks Lowitz unter Abtrennung vom Gutsbezirk eine Landgemeinde Lowitz gebildet.

 BAUERN UM 1939

1.Otto Braun
2.Leo Joskowski
3.Heinrich Krutz
4.Max Prüske
5.Joseph Ladudda
6.Otto Mattick
7.Ewald Pett
8.Otto Räder

 

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