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 GASTHAUS UND KOLONILAWARENLADEN MAX KOSIN

GASTHAUS UND KOLONIALWARENLADEN  MAX KOSIN  

MOLKAREI IN PERLIN  

     MOLKEREI PERLIN

SCHULE

SCHULE IN PERLIN

FESTPLATZ IN PERLIN MIT DORFSTRASSE

FESTPALTZ UND  DORFSTRASSE

GESCHICHTE BIS 1911

Perlin, eine Gemeinde im Amtsbezirk Gnewin, mit 323 Einwohnern. Früher Groß Perlin, Gutsbezirk von 280 Hektar und Klein Perlin, Gutsbezirk von 271 Hektar.Diese beiden Ortschaften,die übrigens in den Lehnbriefen auch einige Male Berlin geschrieben werden und die nach Aufteilung in Ansiedlungsgüter im Jahre 1910 wieder zu einer einheitlichen Ortschaft zusammengelegt sind, werden urkundlich zum ersten Male im Jahre 1379 bei der Aussetzung von Saulin als dessen Nachbarort genannt; eine Trennung zwischen Groß und Klein Perlin bestand aber schon im Jahre 1402, doch wird Groß Perlin nur mit 4 Hoken, „kleyn Perlyno" hingegen mit 5 Hoken verzeichnet. Bei letzterem findet sich in dem Verzeichnis des Bischofsdezems der merkwürdige Zusatz ‚1und das nemet der Pfarrer von Ossecken." In den Lauenburger - Gerichtsbriefen wird der Ort ungeteilt 3 Mal genannt. Im Jahre 1399 erscheint ein Matzke von Perlin als Bürge, im Jahre 1414 wird einem Darisch von Perlin befohlen, Frieden zu halten; endlich hat ein Pawer von Perlin einen Totschlag „bei Nachtschlaffen zwischen zwey Hoffin" verübt und ist in die Acht getan. Hierbei wie bei der allgemeinen Landesrevision im Jahre 1437 wird Pirlyno als ein einheitliches Gut mit (polnischer) Naturallieferung bezeichnet. In den ältesten Lehnsprivilegien findet eine Trennung in Groß und Klein Perlin wiederum nicht statt. Es begegnen uns nebeneinander die Adelsfamilien Bartsch oder Bartusch auch Bartels geschrieben (1490 - 1621) und Darsen (1608 - 1621) 7 Brüder und Vettern. In den Jahren 1628 werden hintereinander Groß und Klein Perlin unter den freien Panengütern aufgeführt, beide mit 3 Hufen, Groß Perlin mit einem, Klein Perlin mit zwei Kossäten. Die Wittken, schon vor 1590 im Besitze eines Adelsanteiles (Jakob Wittke), werden im Jahre 1658 als Besitzer von Groß Perlin bezeichnet, welchen Besitz sie bis zum Jahre 1797 bewahrt haben, wie überhaupt seit dem Beginne des 17. sec. Groß und Klein Perlin wieder von einander scharf getrennt sind und verschiedenen Besitzern angehören. In Groß Perlin scheinen die Wittken anfangs Besitzer des ganzen oder größeren Teiles gewesen zu sein, da sie allein den Ort im Jahre 1658 bei der Huldigung vertreten; im Jahre 1720 ist Christian von Wittke Besitzer, vermählt mit der Witwe des Bartel von Chmielinski auf Kl. Perlin; später ist der größere Anteil im Besitze der mit ihnen verwandten Familie von Tauenzin (2/3 : 1/3). Anton Franz von Wittke, seit 1737 mit Dorothea Elisabeth v. Tauenzin vermählt, der Schwester des berühmten Generals Bogislaw Friedrich v. Tauenzin, starb 1757 unter Hinterlassung von 2 Söhnen und 7 Töchtern. Nach der Statistik des Jahres 1784 teilte sich der Besitz von Gr. Perlin unter die beiden genannten Brüder von Wittke (Joh. Christian und Michael Bogislaw, 2 Leutnants) und Dorthe Elisabeth von Tauenzin, der Mutter, unter deren umsichtigen Verwaltung der Besitz ganz Gr. Perlin umfaßte. Auch in den Privatnachrichten treten um diese Zeit diese Namen beständig nebeneinander auf. In den Jahren 1740 - 53 werden hier dem Franz Anton v. Wittke verschiedene Kinder geboren, 1749 wird ein Major von Tauenzin auf Groß Perlin mit einem Fräulein von Knesebeck kopuliert, 1751 stirbt eben hier eine Frau von Tauenzin geb. von Rexin; 1757 ein Hauptmann Joh. Ludwig v. Tauenzin in Gr. Perlin; 1763 Michael Lorenz v. Tauenzin auf Gr.Perlin, kopuliert mit Fräulein v. Diezelski auf Mersin. Nach dem Tode seiner Mutter im Jahre 1797 verkaufte Michael Bogislaw v. Wittke das Gut an die verwitwete Gräfin Luise v. Krockow, wiedervermählte v. Brauneck. 1816 ging das Gut in einer Subhastation in die Hand einer Frau v. Poblotzka über, einer v. Wittke aus Prebendow, Witwe des 1813 beim Sturme auf Dahme gefallenen Major Johann v. Poblotzki; noch 1828 daselbst; 1833 Stanislaus von Milinowski; 1847 Ascher; 1855 kaufte es Brunswig (Klempin und Kratz Seite 605), 1876 Eugen von Braunschweig.
Klein Perlin führte einige Zeit den Namen Sperling und die Familien Bartsch und Darsen, die wir beide bis zum Jahre 1621 auf Perlin verfolgen können, wurden im Jahre 1658 und später „Sperling" genannt, wozu der Anklang der Worte (Perlin und Sperling) jedenfalls die Veranlassung gegeben hat. Auch die Tauenzins saßen auf Sperling. Beide Familien werden im 18. Jahrhunderte abgelöst durch die von Chmelenz, auch Chme lentzki und Chmielinski genannt. Laut Familiennachrichten eines Fräulein von Bartsch (offenbar der genannten Familie von Bartsch auf Perlin entsprossen) wurde hier im Jahre 1724 ein Jakob Georg von Chmelentz mit einem Fräulein von Stojentin kopuliert; 1741 ein Hauptmann Ernst Bartho= lomäus von Chmelentz mit einem Fräulein von Goddentow, 1762 ein Jakob Gottlieb von Chmelentz mit einem Fräulein von Ramm. Zwei Fräulein von Chmielinski sterben hochbetagt zu Perlin in den Jahren 1805 und 1807. Nach der Vasallentabelle vom Jahre 1757 hatten Anteil an Klein Perlin noch 3 Gebrüder von Bartsch und ein Christian von Chmielinski. Später treffen wir darauf von Wyschetzki und Kähn von Jaski 1757 und 1770).
Nach der Statistik des Jahres 1784 hatte Klein Perlin 2 Vorwerke und teilte sich zwischen dem Hauptmann Wilhelm Albrecht von Krockow und Ernst von Chmielinski. 1804 unterschied man: Klein Perlin A im Besitze des Adolph von Mach und Klein Perlin 8 im Besitze der Majorin von Chmielinski geb. von Sydow. Beide Anteile waren mit Anteilen von Gartkewitz verbunden. 1848 wurden beide Anteile durch Adolph von Kosyskowski zusammengekauft; 1862 Heinrich von Kosyskowski, seit 1883 Heinrich Gumz.
Am 8. Januar 1908 gingen beide Güter Groß und Klein Perlin über an die Pommersche Ansiedelungsgesellschaft in Stettin ‚ die sie in Rentenguter aufteilte  

 BAUERN UM 1939

Otto Blaschke
Hermann Greinke
Gustav Motschall
Artur Wittstock

 

 Otto Werner von Alten Rittergutsbesitzer, Jagdscheinbesitzer (krs.5 1927)

Aus der lauenburger zwiatung

AUS DER LAUENBURGER ZEITUNG 12.05. 1942


Soldaten aus Perlin die im I Weltkriege gefallen sind :

Becker Alfred

Gauerke Karl

Gnadt August

Janczikowski Erich



 

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