GUTSHAUS IN GODDENTOW
GUTSHAUS IN GODDENTOW
GASTHOF MEINKE
Die geschichte bis 1911
Goddentow, ein Gutsbezirk von 805 Hektar, mit 219 Einwohnern im Amtsbezirke Felstow.
Der Name soll nach polnischen Lautgesetzen aus Goctowo entstanden sein. Die älteste Schreibweise des Ortes ist Kodutaw, Goditow, Goditowo, erst seit 1523 Goddentow. Urkundlich wird es zum ersten Male im Jahre 1284 genannt, da Herzog Mestwin dieses Dorf nebst dem Gute Brzyn am Zarnowitzer See dem Boey, Sohne des Witko verkaufte. Von dessen Nachkommen ist der Besitz vermutlich mit dem der benachbarten Güter Jezow ,Lowitz vertauscht worden, wo demnächst die Wittken dauernd sesshaft waren.
Schon 1361 wurde vom Orden mit Gotitow Hannus von Ditleve belehnt. Dettlew, ursprünglich ein üblicher pommerscher Personenname, hatte sich augenscheinlich schon zu einem Familiennamen verdichtet. Er scheint aus der Schlawer Gegend zu stammen, wo der Name Dettlew im 13. Jahrhundert oftmals wiederkehrt (Danziger Komthureibuch). Aber dieser Name geht verloren und schon im Jahre 1493 treffen wir hier eine ansässige Familie, die ihren Namen dem Besitze entlehnt hat "von Goddutow", sich eines größeren Landbesitzes erfreute ( Goddentow, Reddestow, Damerkow Mühle, Koppenow und Zdrewen) und sich nach dem Hauptgute nannte. Daß aber die Goddentows keine Neulinge im Besitze waren, sondern die Nachkommen des genannten Dettlew ergibt sich aus den Worten des Lehnbriefes: "Die Erwen und Lehne von Vadderen und Olderen her" (Stettiner Lehnsachen). Sie sind beglaubigt durch Lehnsprivilegien vom Jahre 1493 - 1621,hatten wegen ihres Doppelbesitzes zwei Pferde zu stellen, werden noch 1628 (Andreas) und 1658 genannt. Bei der Huldigung war Goddentow durch zwei Brüder dieses Namens vertreten; später aber verschwindet dieses Geschlecht aus Goddentow und 1751 saßen sie nur noch auf dem rechten Lebaufer in Koppenow und Zdrewen, während das Stammgut in den Besitz der Familie von Bornstädt übergegangen war. Dieses war ebenfalls eine begüterte Familie,denn es gehörten zu ihrem Besitze die Güter Prebendow, ein Anteil von Slaischow und Zelasen, sowie das Dorf Ohra bei Danzig, endlich ein Gut in Schlesien.- Von nun ab tritt ein häufiger Wechsel ein. Bis zum Jahre 1769 besaß es der Oberstwachtmeister von Wussow, dieser verkaufte es an Philipp Georg von Weiher, welcher erblindet zu Goddentow am 28. November 1792 starb. Vorübergehend besaß es nun Graf Lehndorf, darauf die Familie von Pogwisch, 1804 Henriette Ottilie geb. Gräfin von Henkel-Donnersmark, vermählte von Pogwisch. Hierauf Friederike von Pelet -Narbonne, vermählt mit Friedrich von Somnitz, 1829; 1844 Theophil von Somnitz, seit 1859 die Witwe Marie von Somnitz geb. von Kameke, seit 1893 am 10. April Hermann von Somnitz, damals noch Landrat in Anklam, später in Lauenburg, dem außerdem noch die Güter Roslasin und Jezow gehören