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Aus der Lauenburgeer Zeitung:

Schweslin Riß Otto

Otto Riß

 

Wir suchen die Dorfskizze  von Schweslin mit den Namen und Hausern vor 1945 .Es geht  konkret um das Haus  von Otto Skibbe Wo steht oder wo stand es?

Erinnerungen

Meine Großmutter Ella Frieda Erna Hebel geb. Hebel hatte einen Cousin geheiratet, daher waren der Geburts- und der Familienname gleich. Meine Großmutter hatte noch eine Schwester, sie hieß Grete. Mein Vater Hans-Otto-Fritz Hebel kam nichtehelich zur Welt. Häufig hielt sich mein Vater bei seiner Großmutter auf. Uns Kindern erzählte er später von den einfachen Wohnverhältnissen dort im Hause. Er erzählte aber auch von den "magischen" Fähigkeiten seiner Großmutter. So soll es ihr einmal allein durch ihren Blick gelungen sein, ein Pferdefuhrwerk zum Stehen zu bringen, das mit aufgebrachten Pferden durch das Dorf hetzte. Derartige Fähigkeiten müssten eigentlich in der damaligen Landgemeinde bekannt gewesen sein. Mein Vater erzählte, seine Großmutter hätte über das Wissen aus dem 7. Buch Moses verfügt. Dieses Buch zählt auch heute noch zur sog. "Schwarzen Magie". Leider weiß ich den Vornamen der Frau nicht.Meine Großmutter Ella Hebel und mein Vater Hans arbeiteten auf dem Bauernhof von Otto und Friedchen (Frieda) Skibbe. Der Hof war ca. 30 Hektar groß und wurde später dann von einer polnischen Familie übernommen.
Als die Russen in Schweslin einmarschierten, wurde meine Großmutter Ella Hebel verschleppt. Mein Vater konnte noch im Dorf bleiben und weiter auf dem Hof arbeiten. Er fühlte sich wohl und gut behandelt, erhielt ausreichend zum Essen, war genügsam. Er wäre gern geblieben, musste dann aber doch das Dorf verlassen. Bevor er gehen konnte, starb seine Großmutter. Aus zusammengesuchten Brettern baute er ihr einen Sarg und beerdigte sie, so gut es damals möglich war.Dann machte er sich mit anderen Vertriebenen auf den Weg. Er war sechzehn Jahre alt.
Seine Mutter hat er später in Deutschland über den Suchdienst wiedergefunden.

Frau Hebel schweslin

ELLA HEBEL

 

OTTO FRITZ HEBEL KONFIRMATION

   Konfirmationfoto Hans Otto Fritz Hebel, geb. am 01.02.1930 in Schweslin Seine Mutter war Ella Frieda Erna Hebel geb. am 13.05.1908 in Schweslin, verstorben 1994.

 

 DIE GESCHCITE BIS 1912

Schweslin, eine Landgemeinde von 469 Einwohnern im Amtsbezirke Schweslin.  Der Forstgutsbezirk Schweslin mit 40 Einwohnern seit 1905 amtlich von dem Gemeindebezirk gesondert geführt.
Der Ort war zur deutschen Ordenszeit gespalten in Swislin Nadol und Schwislin Nagor (Nieder und Hoch Schweslin) (vergl. Komthureibuch Fol.132) Sie hatten zusammen acht Hoken, von denen einer frei war. Der andere zinsete je drei Firdung und hatte Scharwerksdienst zu leisten.  Nach den Aufzeichnungen des Jahres 1437 hatte Swislin Nadol allein (der andere Ort wird überhaupt nicht genannt) 12 Hoken, von denen jeder drei Firdung zu zinsen hatte und einen Scheffel Heber. Schweslin ist immer ein fiskalisches Dorf gewesen, der daran grenzende Wald unterstand der unmittelbaren Aufsicht des Hauptmanns von Lauenburg. Charakteristisch sind die Worte des Hauptmanns Georg von Weiher aus dem Jahre 1590 (Hauptmann 1588 bis 1600), als er über die Kirche in Saulin berichtet (vergl. Gnewiner Akten unter den Weiherschen Urkunden Seite 20) dass ich heute dato dieser Stunde (d. h. den 20. August 1590) an Euerer Fürstlichen Gnaden Dorff zu Schweslin angekommen in Meinunge und Vorhaben Ew. Fürstliche Gnaden Holtzungen der Mast halben zu bereiten und zu besichtigen. Eine genaue statistische Aufnahme des Ortes vom Jahre 1658 besagt folgendes: Es hatte ursprünglich einen Schulzen und 12 Bauern, damals aber nur acht Bauern und zwei Pächter. Der Schulze besaß eine Freihufe, zwei Hufen wurden verpachtet. Eine wüste Hufe wurde gegen einen geringen Zins dem Waldknechte zum
Unterhalte angewiesen. Eine andere wüste Hufe hatten die Bauern unter sich geteilt; acht Hufen wurden von acht Untertanen besetzt. Die Wundersinsche Mühle (Kolonie Meddersin) gibt jährich 24 fl. und 22 Scheffel Roggen. Der Schmied zahlt ein Zinsdienstgeld. Die Namen der damaligen Einwohner waren: Freischulze Kornack, die beiden Pächter: Grubbe und Twarden, die acht Bauern: Grube II, Kolafick, Kornack II, Martin, Petz 1 und II, Scheipke und Wende. Die Schweslinsche Waldung sei ungefähr eine Meile lang und eine halbe Meile breit. Wenn Mast vorhanden, könnten über acht Schock Schweine hineingetrieben werden (ca. 400 - 500 Stück). Der Schwesliner See, der mit der Klippe befischt wird, enthalte Börse und Hechte.- Auch 1784 ist das Dorf beschrieben: An dem Lebaflusse, an welchem die Wiesen des Dorfes liegen, und an einem großen gegen Osten gelegenen Kgl. Walde, dessen Umfang über eine Meile beträgt. Es stoße an das Dorf Strellentin, habe einen Oberförster, der einen Bauernhof besitze, einen Freischulzen,zehn Bauern, einen Freibauern, einen Büdner, der Schulmeister sei und eine Schulzenkate, im ganzen 17 Feuerstellen. Der Charakter des Dorfes ist im wesent1i chen der gleiche geblieben. Die Zahl der Bewohner ist in der jüngeren Zeit etwas zurückgegangen, was zum Teil seinen Grund in der Ablösung des Forstbezirkes Schweslin Bismark hat, seit 1905 amtlich geführt. Hofbesitzer Will, Mitglied des Reichstages als Vertreter des Wahlkreises Stolp-Lauenburg und des Preußischen Abgeordnetenhauses (Gemeindevorsteher), Rutz, Boyke,Sonntag, Wojewski, letzterer polnisch-katholisch auf dem Vorwerk Hermannstal (Adressbuch von 1905).
Der Ort ist kreisförmig gebaut; die Hauptdorfstraße heißt „der Ring“. Seit Ablassung des Sees in Schweslin-Nagor herrscht Wassermangel. — Die ältesten angesessenen Familien des Ortes sind Pahnke, Schulz und Juhnke.

 

 

Die Namen der Bauerngeschlechter vom Jahre 1559

 Schulz Jakob;

Bauern:

1) Marzin Koflessei,

2) Hans Liß,
3) Swantes Liß,

4) Christian Yheisch,

5) Jan Dresewena,

6) Blasius Tworgk,
7) Matze Sterose,

8) Blasius Garmas,

9) Andteas Kollese,

10) Peter Tharmas,
11) Woike Karnick,

12) Greger Snipke.

BAUERN UM 1939:

 

Otto Skibbe

 

Gustav Sonntag

 

 Heinrich Steppat

 

Otto Vergin

 

Ulrich Zander

 

Max Zielke



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