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 DIE GECSHICHTE BIS 1911

Der Ort Dzechlin,auch Sechlin und Zechlin in älterer Zeit geschrieben, (polnisch Dzcechlino) erhielt seine Handfeste am 13. Dezember 1363 durch den damaligen Komthur von Danzig Ludecke von Essen für vier Anteilsbesitzer:
Stanislaus, Peter, Woycech und Petrasch zu polnischen Rechten. Im Jahre 1400 traten drei Besitzer des Dorfes Zechlin oder Sechlin Mestosch, Petrasch und Mikusch vor dem Lauenburger Gerichte auf und verbürgen sich für einen Mikusch von Crampechowitz (den Stolpener zu zalen und die Sache zu halden).
Vermutlich handelte es sich um eine Fehdesache mit den Stolpener Nachbarn.
Selbst noch der Lehnbrief des Jahres 1601 ist ausgestellt für einen Mathias
[ Piotroch (neben zweien des Namens Kokosch). Piotroch ist vermutlich mit
. Petrsc, identisch.Neben allen diesen tritt hier auch noch eine Familie
Tej'men auf; Jakob Termen hatte seinen Anteil im Jahre 1575 bereits vom Vater übernommen. Es blieb noch lange ein getrennter Besitz, wird in der Matrikel vom Jahre 1628 als ein Lehngut von neun Hufen nebst einer Schäferei bezeichnet und war bei der Huldigung im Jahre 1658 vertreten durch Mitglieder der Familie Borschke und ebenfalls noch Pietrach, welche beide auf längere Besitz-Privilegien zurückblicken (1605). Ein Borske hat eine Lehnsverschrei-bung über Zechelin vom 8. März 1575 und vom Jahre 1601 nebst „dem neuen Kruge", worunter jedenfalls der heutige Sandkrug zu verstehen ist (Lehnssa- chen Vol. 1). Daneben waren die Geschlechter Jannewitz und eine Familie Tarmen mit einem Besitze beteiligt.- Im Jahre 1756 war ein Anteil im Besitze der Chosnitzkis, ein zweiter in der Familie Damarus, ein dritter in dem der Familie Gruben, ein vierter nebst Mallschütz in dem des Obersten Theodor von Weiher. Letzterer besaß den Hof.
Nach der Statistik vom Jahre 1784 bestand Dzechlin aus einem Vorwerke, vier Kossäten, einem Scheunkhause, im ganzen neun Feuerstellen und war bereits im ausschließlichen Besitze des Ernst Ludwig von Weiher, welcher Lischnitz und Dzechlin mit einander vereinigte, worauf beide Ortschaften zwar nebeneinander bis zu ihrer amtlichen Vereinigung; aber unter einem Besitzer standen. Ludwig von Weiher hatte laut Verschreibung vom 15. April 1778 zur Verbesserung seines Gutes und zur Anlage einer Molkerei 10 292 Taler als Gnadengelder mit der Verpflichtung, 1080 Morgen im Lauenburger Bruche urbar zu machen, erhalten gegen den üblichen Zinsfuß. - Der Taxwert war im Jahre 1804 auf 24 000 Taler angegeben.
Die größte Umwandlung erfuhr der Ort im Jahre 1871 unter dem Besitze des Albert Poll, als die schöne Dzechliner Forst zwecks Anlage eines Dampfschneidewerkes und einer Glasfabrik niedergehauen wurde.
Die Bewohnerzahl ist seitdem erheblich gewachsen (die Glasfabrik allein setzt 240 Einwohner in Nahrung), doch hat sich ein Zuzug polnisch redender Leute bemerkbar gemacht. In neuester Zeit (1910) ist daselbst eine evangelische Kapelle errichtet.

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