BAUERN UM 1939 :
1. R. QUASCHNING
OBERAMTMAN
PÄCHTER -R.STREFFER
3.FR,ALWIN BISKY
PÄCHTER- PAUL WEISS
ALFRED JAEDICKE
OTTO RADTKE
LUDWIG SROCK
OTTO TROMBKE
EMIL WEIHER
FRIEDRICH WEIHER
DIE GESCHICHTE BIS 1912
Klein Damerkow : a) eine Gemeinde mit 98 Einwohnern; b ) ein Gutsbezirk mit 83 Einwohnern im Amtsbezirke Saulin. Für die älteste Zeit vergleiche man das über Gr. Damerkow gesagte. Aller Wahrscheinlichkeit nach ist das im Danziger Komthureibuche im Lande Saulin genannte Dorf Kune Damprow, identisch mit dem Lehnsgute, das zwischen Swartow und Lubelow aufgeführt wird und zu Gr.Damerkow Pflugkorn entrichtete, also zu Magdeburgischen Rechten ausgegeben war. Die Verleihung stammt aus dem Jahre 1357 vom Hochmeister Winrich von Kniprode für einen Heinrich Lantow (vergl. Danziger Komthureibuch S. 131, 145 und 146) . Hiernach wäre der ursprüngliche Besitzer Kune, sein Nachfolger Boruslaw gewesen. Ueber die schwer zu identifizierenden Angaben der Protokolle des Lauenburg-Putziger Landgerichtes ist schon bei Gr.Damerkow gesprochen, ebenso ist daselbst gesagt, dass die Angabe vom Jahre 1523 “im Ampte Löwenborch“ über die Adelsfamilie Damerkow sich nur auf Kl. Damerkow beziehen kann. Nach den Lehnsbriefen saßen 3 des Namens Damerkow auf Damerkow und Mersin. Nach der Hufenmatrikel des Jahres 1628 umfasste “Klein Damerkow“ nur drei Hufen; es war durch Simon Damerkow “uff Klein Damerkow“ vertreten.Für diese Familie Damerkow finden sich Lehnsbriefe aus den Jahren 1575 und 1601 (vergl. Cramer 2. Teil S.249), doch müssen daneben auch die benachbarten Chinows einen Anteil gehabt haben ( Lehnsprivilegien vom Jahre 1575—1621). Nachfolger beider Familien wurden die Jatzkows; der Oberhauptmann Georg Albert von Grumbkow war nach einer Notiz des Altstädtischen Gerichts zu Danzig (Königliches Staatsarchiv) Erbherr zu Chottschau, Lantau, Kl.Damerkau, Gnewin und Gnewinke. 1744 stirbt hier ein Fräulein v.Grumbkow laut Familien-Nachrichten. Bald nach Grumbkows Tode im Jahre 1752 ging der Besitz über in die Hand des Herrn Michael
v. Rexin, welcher aus den Gütern Gnewin, Gnewinke, Saulin, Saulinke, Schwichow (damals noch Gr. und Kl.Schwichow getrennt), Woedtke und Klein Damerkow, im ganzen 7 Güter, das Majorat Gnewin-Woedtke gründete, welchem der Ort noch bis heute angehört. Das Vorwerk Michelshof führt augenscheinlich von ihm seinen Namen. Im Jahre 1804 werden in der Vasallentabelle (Klempin und Kratz S. 494 ) die Erben des Michael Ernst erwähnt. Nach der Hufenmatrikel waren fernere Besitzer: Ernst Friedrich von Rexin, seit 1844 Johann Friedrich Alexander von Rexin noch heute.
Der Gemeindebezirk Klein Damerkow, wie bei den meisten Gütern aus
der Bauernregulierung entstanden, hat sich im wesentlichen in seinem alten Bestande erhalten, da die festgefügten Formen des Majorats das Aufsaugen dieser Klein Besitzer nicht gestattete. Die Bewohnerzahl ist in den letzten 30 Jahren annähernd die gleiche geblieben. Ortsvorsteher: Eigentümer Ruhnow: Kossäte:
Stock