DIE GESCHICHTE DES DORFES BIS 1912
Klein Wunneschin, auch Wunneschinken oder Lütke Wunneschin oder Wundeschin genannt, ein Gutsbezirk von 463 Hektarmit 92 Einwohnern im Amtsbezirke Krampkewitz.
Diese Abzweigung von Wunneschin hat schon in sehr früher Zeit stattgefunden. Es teilten sich darin die Familien Grubbe, Plochens oder Piochnitz und Bialk (1521 -1621). Einer ‚Nachricht zufolge traten die Somnitz im Jahre 1624 am 21. Januar in den Besitz von Groß und Klein Wunneschin, sowie von Krampkewitz, doch mußte der Besitz von ihnen bald wieder aufgegeben werden. Noch im Jahre 1756 hatte ein Mathias Ernst von Grubbe einen Anteil von Wunneschin, ein anderer Anteil gehörte Christian von Plochnitz. Da sie aber alle nur Pertinenzstücke von Krampkewitz bildeten, so ist Klein Wunneschin bei der Huldigung 1658 unvertreten geblieben. Im Jahre 1784 war noch eine weitere Spaltung vor sich gegangen, es bestand aus vier Vorwerken. Besitzer waren:
1. Gebrüder Czapski (Martin August und Heinrich Alexander),
2. Georg Lorenz von Wussow,
3. ein Herr von Massow,
4. ein Herr von Grubbe.
Diese Vierteilung blieb auch weiter bestehen. Der Anteil von Czapski ging in den Besitz der von der Osten über, erst 1852 Adolf Fleischer, 1876 Wilhelm Fitte. 1908 Leopold Fitte, der Sohn des Vorigen. Der Anteil B des Grafen von Münchow wurde am 30. April1847 in der Matrikel gelöscht. Die Anteile C und D., anfangs im Besitze eines Herrn von Schmeling, dann von Otto Hilgendorf (1857), Hauptmann von Schulz, Heinrich Gerhard Möck, 1863 Gustav Wilm, 1889 am 13. Dezember A. Fast, 1892 am 5.Mai Frau Stadtrat Helene Hieß in Kolberg, 1892 am 29. Juni Paul Villvek zu Junkerhof, welcher um Verwechselungen vorzubeugen, den Namen Gerhardshöhe beantragte und erhielt vergl. Ortsgeschichte von Gerhardshöhe) . Seit dem Jahre 1906 begann die Parzellierung von Gerhardshöhe und wurde 1908 vollendet.
LETZTE GUTSBESITZER :
OSKAR LEHMANN