Aus der Lasuenburger Zeitung :
Herbert Kuster Mersin Kreis Lauenburg Pommern

SKATENSPIELER IN GASTHAUS HASSE
Gruβ aus Mersin i. Pom.
Besitzg Hasse
Schule
Post
Blick in die Dorfschmiede
Das Gutshaus in Mersin
Dorfstraβe
Das Personal vom Gut
Das Gutshaus in Mersin
Verlobung
Die geschichte bis 1911.
Mersin., eine Landgemeinde mit 51 und ein Gut mit 190 Einwohnern im Amtsbezirke Gnewin.
In älterer Zeit wird es Groß Mirsin genannt (ca. 1400 Danziger Komthureibuch S. 130, 253, 255) . Im Bischofsdezem wird es kurzweg als Mersyno bezeichnet.
Bei der Aussetzung des Dorfes Saulin im Jahre 1379 wird Groß Mirsinow als Nachbargut genannt. Noch 1628 wird es als Groß Mersin bezeichnet. Nach den Lehnbriefen des 16. und 17. Jahrhunderts war Mersin im Besitze verschiedener Adelsfamilien : der Damerkows, der Samiken oder Saniken, deren Besitzname Velstow gewesen, und der Chinows. Bei der Huldigung im Jahre 1658 war es im Pfandbesitze der Radoczewskis. Im Jahre 1569 hatten auch die Weihers einen Anteil von 1 1/2 Hoken in Groß Mersin. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts bestand Mersin aus zwei Teilen, beide im Besitze der Familie von Tauenzin. Der eine Teil gehörte der Erbtochter Sophie Theophile von Tauenzin, der Gattin des Jakob Ernst von Dziezelsky, Landkavalier zu Kantschin. Beider Sohn Johann F3iedrich von Dziezelsky kaufte im Jahre 1784 den Besitz seiner Mutter. Im Jahre 1787 die andere Hälfte Mersins von Michael Ernst von Tauenzin, Leutnant im Tauenzinschen Infanterie=Regiment.
Seitdem ist Mersin im Besitz der Familie von Dziezelsky geblieben.
Johann Friedrich von Dziezelsky war Oberst und Kommandeur des Dragoner=
Regiments Pfalz=Bayern; er starb 1814; nach seiner Gattin Ulrike geb. von
Holtzendorf ist das Vorwerk Ulrikenfelde benannt.
Die nachfolgenden Besitzer waren : Adolph von Dziezelsky (1814 bis 1877), dann sein Sohn Hans und zur Zeit dessen Sohn Alfred Mersin besteht heute aus dem Gute mit dem Vorwerk Ulrikenfelde und 11 Bauern (Kossäten)Höfen, von denen 6 ebenfalls im Besitze der Familie von Dziezelsky.