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LÜBTOW 

BRUNNENBAU

BRUNNENBAU VON DER FIRMA HEINRICH MILZ AUS LAUENBURG

 

 

 

 

DIE GESCHICHTE BIS 1911

Lübtow, eine Landgemeinde mit 52 Einwohnern und ein Gutsbezirk mit 85 Einwohnern im Amtsbezirke Sassin.
Lubbetow (poln. Lubiatowo) wird im Jahre 1437 als Panengut zu polnischem Zinslehne genannt und zahlte eine Mark für 40 Scheffel Haber. Der Ort tritt urkundlich sonst nicht eher hervor als im Jahre 1618, war aber schon lange vorher Adelssitz der Familie von Lübtow, welche daher ihren Namen führte und als pommerellische Urbewohner anzusprechen sind. Die Familie hat sich auf diesem ihrem Besitze bis zum Jahre 1811 erhalten; aber freilich war es schon in sehr früher Zeit gespalten. Dabei ist es anno 1628 nur mit zwei Hufen verzeichnet. 1858 saßen die Lübtows auf Lübtow und Kerskow. 1719 starb hier eine Anna von Lübtow geb. von Bychow. In den nun folgenden Jahren (1721 - 54) werden zahlreiche Mitglieder dieser Familie als hier ansässig teils in den Familiennachrichten, teils in den Matrikeln genannt: Mathias Ernst, Georg, Michael, Johann Jakob, Karl Ernst. Nach der Matrikel vom Jahre 1756 war Lübtow in nicht weniger als sechs Adelsteile gespalten und es werden als selbständige Besitzer von Gutsanteilen genannt die Mitglieder der Familie Lübtow Karl, Johann, Gneomar, Jochem, Franz, Georg und Jakob. Außerdem tritt in weiteren Familiennachrichten Karl Ernst von Lübtow (1747) auf.
Im Jahre 1747 befanden sich hier nur noch drei ad1ige Wohnsitze aber mit vier Vorwerken; doch hatten sich heißt es weiter  sechs Höfe und Katen Koppalin genannt, im ganzen 18 Feuerstellen darauf befunden. Drei Besitzer der Familie werden genannt: Fr. Ludwig von Lübtow, Michael Christian von Lübtow und Johann Jakob von Lübtow. Dann ging es über in den Besitz der Familie von Bychow (schon 1719 starb eine Frau Anna von Lübtow geb. von Bychow in Lübtow), während die Familie von Lübtow sich auf anderen Nachbargütern befindet. Im Jahre 1811 erwarb Jos. Christian Treichel den ganzen Gutsbezirk, damals aus drei Anteilen bestehend. Nach seinem Tode übernahm seine Mutter Luise das Gut und hielt es bis 1846. Dann erfolgte wieder eine Teilung zwischen Gustav Treichel und dessen Schwester Adolfine verehelichte Kramer. Gustav Treichel wohnte in dem heutigen Koppalin, das als selbständiges Gut erst durch die Teilung entstanden war.Nach seinem Tode von seinem Schwiegersohne Paul Lützow erstanden, wurde es in den Jahren 1903 bis 1905 durch Parzellierung wieder aufgelöst. Der andere Anteil, das heutige Rittergut Lübtow, ging nach dem Tode der Adolfine Kramer in den Besitz ihres Gatten Albert Kramer und nach dessen Tode im Jahre 1892 in den seiner zweiten Gemahlin Maria geb. Meske und seiner vier Kinder über und ist im Jahre 1912 von der Pommerschen Landgesellschaft zur Aufteilung erworben.

 

 Bauern um 1939

 

Herm. Buschkowski
Richard Trodler
Hermann Schulz
Fritz Ulrichs
Wilh. Woizeschke

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