DORFTEICH
GASTHAUS
100-j. eichen
KRIEGERDENKMAL 1914-1918
KRIEGERDENKMAL 1914-1918
DORFANSICHT

Hotel Kranzusch und 100-j. eichen
Hotel und Geschäftshaus Kranzusch 
Mandolinenchor der schule Althammer 1930
Eine Schulklasse 1928 
Hotel und geschäftshaus Kranzusch 
Dampfmolkerei
St. Otto - Kirche 1934
BÜGERMEISTER 1940 - Bauer Jeschke
HJ- HEIM
AMTSVORSTEHER - Landwirt Schoske (Rieben)
BAUERNHÖFE IN ALTHAMMER 1939 :
- Johann Bieschke
-Robert Dieball
-Hermann Jeschke
- Artur Kreft
-Erich Leitzke
- Gustav Schulz
- Ludwig Sonntag
- Waldemar Ulrich
- Robert Wittke
- Johann Troyke
Anschriften Verzeichnis der Heimatvetriebenen aus Kreis Lauenburg in Pommern 1948
Boese Friedel, (19) Pfarrhaus v. Pritzbuhr-Zinna, bei Torgau
Clausins, Revierfärster, Neuhammer, (20) Lebenstedt b. Braunschwg., Bahnestr. 11
Hechler, Dlora, geb. Patzel, (24b) Heidemtihlen, Üb. Neumünster, bei Knust
Herwon, Karl, von (13a) Wackenrodt, b. Neustadt a. Aisch/Bey., unb. verZogefl
Hübner, Otto (20) Bedenbostel, Üb. Celle
Jabs, Frau, (22c) Kemmerich b. Lindla, Bez. Köln
Kanmin, Karl, von (24b) Fuhlenhagen, Üb. Schwarzenbek-Land, unbek. verzog.
Kranzusch, Hedwig, t5) St. Ganghoff 34a, Üb. HermsdorfjThür.
Küster, Miina, Von (22C) Köln-Müngersdorf, Mili(grrlngstr. 18, verzogen
Mielke, iiotst, (24a) Ratekau. Üb. Lübeck
Müller, Ernst, u, Fam., Neuhammer, (24a) Geesthacht, Lager ‚Grüner Jäger"
Pätzel, Leo, u. Fam., Bahn, (22c) Lambach, Post RÜnderoth, bei Köln
Pflug, Viktoria, (22c) KöIn-Müngersdorf, Alfebuger Str. 15
Pranga, Josepb, (3) Ltiskow, 1Cr. Anklam/Pom., B. FannriCh
Sabrowskl, Fritz (24b) Kiel-Hassee, Marine-Lazarett
Sonntag, Cainilla, (20a Seedorf, b. Bevensen, Lüneburger Heide
Stöber, Dr., (16) Freren, Kv. Lingen
Wohlfalhrt, Wachtmstr., (2) Lagentin, 1Cr. Randow, Post Grabow
Wohlgeniut, Otto, (248) Grofl-Norciende, 1Cr. Pinneberg
Zollweg, Charlotte, )22c) Gummersbach, Kaiscrstr. 65
Zubke, Werner, Neuliammer, (24a) Schwarzenbeck, b. Lauenburg
Die Geschichte bis 1912
Rybienke,-eine Landgemeinde mit 374 Einwohnern im Amtsbezirk Bismark.
Das Dorf wird zur Deutschen Ordenszeit nur wenig genannt. Es war ein polnisches Lehnsgut, welches mit dem benachbarten Schluschow zusammen einen Dienst zu leisten hatte (Danziger Komthureibuch 224). Es hieß auch Reyben; später Klein Rieben. Unter dieser Benennung laufen auch die Lehnsprivilegien für die Familie von Thadden,die hier seit ältester Zeit heimisch war*) und welche diesen Besitz bis zum 19.Jahrhunderte aufrecht erhalten hat. Allerdings war das Dorf bis in die neueste Zeit in 2 Vorwerke gespalten. Die Lehnsprivilegien für die Thaddens lassen sich vom Jahr 1575 ab verfolgen; es wird 1628 unter dem Namen Rybanka (vermutlich nur ein Schreibfehler) unter den freien Panengütern angeführt, wird bei der Huldigung im Jahre 1658 durch Paul Thadden und Mathießen Sohn — beide „uff Riebenecke“ vertreten, 1756 im Besitze des Johann und Karl von Thadden und zwar auf getrennten Hufen (Klempin und Kratz Seite 397); erst im Jahre 1784 war der eine Hof in den Besitz des Michael Ernst von Tauenzin übergegangen, während der andere Teil noch im Besitze eines Johann Friedrich von Thadden blieb. Zahlreiche Familiennachrichten über die Thaddens aus den Jahren 1748 bis 1809 spielen alle in Rybienken. Im Jahre 1746 stirbt ein Konstantin von Thadden, genannt wird ein Leutnant Erasmus Ferdinand von Thadden, in demselben Jahre vermählt sich ein Fräulein von Thadden mit einem Ernst von Tauenzin (vergl. Besitzverhältnisse im Jahre 1784); 1753 stirbt der einzige Sohn einer Frau von Thadden ebenhier, im Kadettenkorps. Zahlreiche Kopulierungen von Töchtern mit dem benachbarten Adel werden ebenfalls gemeldet. Die letzte des Namens, eine Frau von Thadden, stirbt im Jahre 1809; der Besitz war schon vorher in die Hand des Georg Heinrich von Dziezelsky übergegangen (Klempin und Kratz Seite 487) für den Preis von 10 500 Talern. Als Nachfolger werden genannt eine verwitwete Gräfin von Krockow, geb. von Rexin, 1842 Karl Wilhelm Ferd. Höne, dann Volkmann zusammen mit Rieben im Kreise Neustadt kaufte es von Blankensee zusammen mit Rieben. Zu Rybienken gehörte auch die alte Ortschaft Hammer, die oft mit Chinow u.a. Orten vereinigt, dann selbständig war oder zu Rybienken gezogen wurde. Sie war 1756 im Besitze der Prebendows, bestand 1784 nur aus 2 Katen, die zu Rybienken gehörten, wird 1804 wieder zu Chinow gerechnet im Besitze der Geschwister Rexin in Lauenburg (Klempin und Kratz Seite 494), wurde 1822 von Admiralitätsrat Friedrich Höne angekauft und blieb mit Rybienken vereinigt. Es folgte eine Auflösung des Gutsbezirks Rybienke-Hammer infolge von Parzellierung durch Allerhöchsten Erla3 vom Jahre 1890. Am 25. Oktober wurde er in eine Landgemeinde mit 29 Einzelbesitzern umgewandelt und der Name Hammer wurde im Jahre 1906 am 7. Juni gelöscht. Gemeindevorsteher Jeschke. Die Bevölkerungsziffer hat infolge der eigenartigen Veränderungen vielfach geschwankt. Als Gut hat es im Jahre 1880 156, im Jahre 1885 nur 101 Einwohner gehabt. Nach Einrichtung zu einer Gemeinde schnellt die Bevölkerung anfangs bald auf 355 in die Höhe, sinkt aber 1895 auf 297, dann gar auf 270, ist aber gegenwärtig (1910) wieder auf 374 Einwohner gestiegen
*) Merkwürdiger Weise wird in Lehnbriefen aus dem Jahre 1575 für den Besitzer von „Lütken Rieben“ hervorgehoben, dass den Taddens (Lorenz Vater und Albrecht Sohn) die deutsche Sprache unbekannt sei (Stett. StaatsArchiv Lehnbriefe III Fol. 299).