
Der schulzenhof in Reckow
Schulkinder von Reckow
Die schmiede von Karl Mattick
Molkerel
Dorfstraße
Kriegerdenkmal
Die Namen der Bauerngeschlechter vom Jahre 155)
Reckow: Schulz Greger Vette;
Bauern: 1) Greger Hartke,
2) Simon
Wendt,
3) Peter Hartke,
4) Paul Märten,
4) Peter Vette,
5) Bartholomeus Koning,
6) Andreas Kruse.
ENIGE BAUERNHÖFE IN RECKOW 1939
ERHARD BALKE
LEO FREISE
ERNST GENZ
KARL GENZ
WILLI EICK
ALBERT MILZ
KARL MILZ
ERNST RATEIKE
ALBERT SCHRÖDER
ARTUR SCHRÖDER
EDUARD SCHRÖDER
MAX SCHRÖDER
ERNST SIELAFF
GUSTAV STEINHARDT
FRIEDRICH TECHNOV
DIE GESCHICHTE DES DORFES BIS 1912:
Reckow, eine Landgemeinde mit 305 Einwohnern im Amtsbezirk Tauenzin. Der Ort erhielt seine erste Handfeste im Jahre 1393 durch den Danziger Komthur Johann von Rumpelheim. Der getreue Hermann Voltzer wird mit der Besiedelung des aus 43 Huben bestehenden Dorfes nach kulmischem Rechte betraut. Er selber erhält dafür 4 Freihufen, die Fischerei indem Dorfsee, muß aber einen Dienst tun mit einem Sommerling (Danziger Komthureibuch Nr. 162) „so oft es ihm geheißen würde“. In der Verzeichnung des Bischofsdezems um das Jahr 1402 wird es nur mit 28 Huben aufgeführt; 1437 hingegen als deutsches Bauerndorf mit 38 Huben; aber 9 Hoken genossen noch Abgabenfreiheit und 2 Huben waren ohne Besitzer. Die Summe der „besetzten Hufen“ d.h. die Summe des von ihnen entrichteten Zinses betrug 16 1/2 Mark (die Hoke wird zu 2 Hufen gerechnet); es waren 18 Hufen noch abgabenfrei und 2 Hufen - 1 Hoke waren wüste. Die Hube sollte 1/2 Mark entrichten. Wenn nun 16 1/2 Mark entrichtet wurden, so war dieses der Zins für 33 Hufen. Im Jahre 1628 wird Reckow unter den Dörfern des fürstlichen Amtes Lauenburg mit 40 Hufen aufgeführt (Klempin und Kratz Seite 29), 1658 bestand es aus 36 Hufen, der Schulze hat davon 4 Hufen frei und gibt dafür an Diensthaber 24 Scheffel, 3 Hufe sind „wüste“ d.h. ohne Besitzer und wurden gegen eine Jahrespacht von 30 fl. aufgetan. Die übrigen 29 Hufen waren im Besitze von 7 Bauern zu je 4 Hufen und einem Gärtner, welch letzterer eine Hufe besaß. Die Holzung war geringe, der sog. Mittel See konnte „nicht wohl bezogen werden wegen der vielen Heften, als nur mit der Klippe“. Die Namen der Bauern waren: Dupke, Eiter, Gesch, Granzin, Katke 1 und 2, Lucht, Vick 1 und 2, (ersterer der Freischulze) und Zitzow, Gärtner. (NB. Wenn hier 8 Bauern genannt werden, so ist als 8. jedenfalls der Pächter der drei wüsten Hufen gemeint) . Im Jahre 1784 bestand das Dorf aus einem Freischulzen, 4 Freibauern und 4 Dienstbauern, einem Kossäten und 3 Büdnern, mit im ganzen 14 Feuerstellen bei durchweg gutem Acker. Eigentümlich war diesem Dorfe, daß ein Teil (3 Höfe) nach Bresen, das Übrige nach Garzigar eingepfarrt war (Thym. 5. 131 und 132 aus dem Jahre 1637) . Derselben Spaltung in kirchlicher Beziehung begegnen wir auch noch im Jahre 1784, hingegen nach der Statistik des Jahres 1834 war Garzigar die allein zuständige Pfarrkirche; jetzt, 1905, gehören 6 Gehöfte nach Bresin, die andern nach Garzigar zur Kirche. Im Jahre 1905 waren 3 Hofbesitzer und 9 Halbbauern : Freise 1 und 2, Milz 1 und 2, Rateike, Schröder 1 und 2, Sielaff und Reinhardt, Ortsvorsteher Haibbauer August Schröder. Lehrer Steinhardt. Gastwirt Spieß. Die Meliorationsgenossenschaft Reckow mit einem Statut vom 15. März 1906 erstreckt sich auf einen Flächeninhalt von 25 1/2 Hektar. Der Kostenanschlag beläuft sich auf 13 400 Mark.