Die Geschichte bis 1911
Scharschow, ein Gutsbezirk von 310 Hektar, mit 120 Einwohnern im Amtsbezirke Vietzig.
Der Ort tritt zum ersten Mele urkundlieh unter den Aufzeichnungen des Bischofsdezems ca. 1402 unter dem Namen Skarszewo auf, war also gleichnamig mit dem heutigen westpreuf3ischen Orte Schöneck, polnisch Skar- szewo). In den Zinsregistern des Jahres 1437 wird er mit Gans zusammen auf- geführt, stand zu diesem Orte nicht nur wirtschaftlich in Beziehung, sondern gehörte augenscheinlich schon damals bereits der Familie von Weiher,war also ein uraltes Pertinenzstück von Gans. Eine Bestätigung dessen erhalten wir im Jahre 1514 und 1528. In dieser Zugehörigkeit ist es bis zu dieser Stunde verblieben, daher die Ortsgeschichte von Gans zu vergleichen. Im Jahre 1628 wird Scharschow mit 3 Hufen und 2 Kossäten aufgeführt zum Besitztum des Ernst Weiher-Neuhof gehörig. 1658 ist es - weil zum Gans'schen Komplexe gehörig - nicht weiter aufgeführt; 1756 mit Neuhof, Freest, Schönehr und Gans zu den Besitzungen des Oberst von Weiher. Nach der Statistik des Jahres 1784 hat es neben dem Vorwerke 6 Kossäten und ein Schulhaus und ist Besitz des polnischen Kammerherrn und Oberstleutnant Nikolaus von Weiher, 1804 wird es mit Gans zusammen auf 10 000 Taler bewertet und gehört dem Karl Heinrich von Weiher; seit 1829 Hermann von Weiher: heute Hans von Weiher Gans. Das Gut ist verpachtet (1905: Rateicke jetzt Dumröse). Die daneben bestehende Landgemeinde, zuletzt nur aus 5 Seelen bestehend, wurde durch Allerhöchste Kabinets Ordre vom 2. Juli 1898 mit dem Rittergute vereinigt.

Das Gutshaus in Scharschow Sommer 1935
Scharschow April 1943
Scharschow Winter 2005
Alte Eiche
Dorffest in Scharschow 2009