PRZEWODNIK £EBA  PL    DE  REISELEITER LEBA Facebook

                       

                  TAUENZIEN

                 Grabplatten auf dem Tauenziener Friedhof.

August Hedtke Tauenzien Kreis Lauenburg Pommern

                August Hedtke Tauenzien Kreis Lauenburg Pommern.

Otto Behnke der Bauer aus Tauenzien

                Der Bauer aus Tauenzien Kreis Lauenburg Pommern.Helenen Hoffamann Geborene Wiese aus Tauenzien Kreis Lauenburg Pommern

Helene Hoffmann ge. Wiese Tauenzien Kreis Lauenburg Pommern

MAX KOSSEL TAUENZIN 1941

                    Max Kossel 

HELMUT LANGE

HELMUT LANGE TAUENZIEN

GUTSHAUS TAUENZIN KREIS LAUENBURG POMMERN
GUTSHAUS TAUENZIEN KREIS LAUENBURG POMMERN

Gasthaus
Gasthaus Pinske,

Naturdenkmal
Naturdenkmal

Tauenzin dorfansicht
Tauenzien Dorfansicht

Gesangyerein Tauenzin
Gesangverein Tauenzien

Kriegerdenkmal
Kriegerdenkmal 

FAMILIENNAMEN     TAUENZIEN VOR 1945                                                              

ERWIN GROTH   28 ha.  Bauer

GUSTAV  HÖLKE  24 ha. Bauer

JULIUS KNOFFLOCK 21 ha. Bauer                                                                                                      MAX KOSSEL                                                                               

ERNST KRÜGER  21 ha.Bauer

HERBERT KÜSTER  28 ha.Bauer

FRAGEL Fleischer

HELMUT LANGE Bauer

EMIL MEDE  60 ha. Gemeindervorsteher ,Jagdscheinbesitzer 1927 Krs.5  Bauer

FRIEDRICH PASKOWSKI 24 ha. Bauer

PINSKIE GASTWIRT 

DIE GESCHICHTE DES DORFES  TAUENZIEN BIS 1911 :

 

Tauenzin, ein Gut von 901 Hektar mit 595 Einwohnern im Amtsbezirk Tauenzin.
Der Ort Towoczino auch Taweczin hatte 1402 sechs Hufen untr dem Pfluge, er war 1437 als polnisches Panengut aber mit nur einer Hoke  zwei Hufen bei Naturalleistung bezeichnet. 1528 wird die dort ansässige Familie Tauenzin polnisch Toucki genannt, die mit einem Pferde diente, also ein Rittergeschlecht. Lehnsbriefe für die Familie Tauenzin reichen bis in das Jahr 1575 (22. November) zurück; im Jahre 1600 tritt vor dem Altstädt. Gerichte zu Danzig ein Lucas Towenzin von Towenzin (edel und ehrenfest) auf (41. 18. Fol. 19). 1628 waren Lucas und Kasper Herren auf Tauenzin. Daneben aber saßen seit dem Jahre 1528 auch schon die Weihers und haben diesen ihren Besitz sogar erweitert. Ernst von Weiher, gestorben 1678, nannte sich geradezu Herr von Tauenzin. Als dritte Besitzer traten auch die Herren von Schwichow auf, die bei der Huldigung im Jahre 1658 das Gut allein vertreten haben. Von allen zuerst verließen die Tauenzins selbst ihr Heimatsgut und siedelten nach Groß Perlin und Mersin über. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ging der Besitz des ganzen Gutes in die Hand der Herren von Rexin über (Franz Ludwig von Rexin und Johann Christoph von Rexin), 1801 - 1804 Graf Münster - Meinhöfel, daneben auch auf Schwartow, Schwartowke und Klein Massow; hierauf die Herren von Bonin und zwar Major Aug. Friedrich Bogislaw von Bonin, dann Gebhardt von Bonin, Kammerherr und Präsident der General Kommission. Seit 1841 A. Ewert, 1853 Carl Ewert, 1878 Detlaff Schulz, 1894 dessen Erben, 1895 den 23. Dezember Leopold von der Osten; seit dem 3. August 1898 Wilhelm Heling.
Nach der Statistik vom Jahre 1784 bestand es aus mehreren Vorwerken, einer Wassermühle, zwei Bauern, sechs Kossäten, einem Kruge, einer Schmiede und einem Schulmeister. Auf der Feldmark des Dorfes befand sich ein Vorwerk Carlkow und eine Kate Gossentin, im ganzen 19 Feuerstellen.
Das Gut ist von der Landbank angekauft und gegenwärtig ganz aufgeteilt. Die Ortschaften Gossentin und Carlkow sind für selbständige Gutsbezirke in Aussicht genommen, während aus der Rentengutskolonie eine Gemeinde gebildet werden soll.
Unter den Mitgliedern der Familie Tauenzin, die freilich alle nicht mehr in Tauenzin geboren sind, nehmen eine hervorragende Stellung ein:
1. Bogislaw Friedrich, General der Infanterie, gestorben 1791, geehrt durch ein Monument vor dem Schweidtnitzer Tore in Breslau,
2. dessen Sohn Friedrich Bogislaw Emanuel, gestorben 1824, seit dem
3. Juni 1814 unter dem Namen Tauentzin von Wittenberg in den Grafenstand erhoben.
4. dessen Sohn Heinrich Bogislaw, General-Major, gestorben 1854.

File:Graf-tauentzien.jpg

 

 General v. Tauentzien

Franz Wiedemann
Auf einem der schönsten Plätze Breslaus, dem T a u e n t z i e n p 1 a t z, erhebt sich inmitten des weiten, von Prachtbauten umschlossenen Raumes ein stimmungsvolles Denkmal. Unter ihm ruhen die Gebeine des Generals der Infanterie v. Tauentzien. Eine Inschrift am Sockel kündet, dass der Verewigte im „Heldenvaterlande" Pommern geboren ist. Von Geburt auch ein Pommer, dem die engere Heimat ans Herz gewachsen ist, sehe ich jene Worte nun schon länger als 30 Jahre vor Augen und habe sie, ohne Überheblichkeit sei es gesagt, oft und gern gelesen. Es war immer ein stiller Heimatgedanke damit verbunden. So auch jetzt, wenn ich den lieben Landsleuten an der Wasser- kante nicht von dem „Heldenvaterlande", wohl aber, wenn auch in aller Kürze, von dem He1den aus Pommerland etwas erzähle, dessen sterblicher Teil im Schatten des Denkmals ruht.
Bogislaw Friedrich von Tauentzien wurde zu Tauentzien, Kr. Lauenburg, dem Stammhause seines Geschlechts in der Herrschaft Lauenburg, am 18. A p r i 1 1710 geboren. Seine militärische Laufbahn begann er, durch eine stattliche Gestalt empfohlen, in der Potsdamer Riesengarde des großen „Soldatenkönigs". In bester Manneskraft diente er dann unter den Fahnen Friedrichs des Großen, die ihn über die Schlachtfelder von Moliwitz, Hohenfriedberg, Prag und Kolin führten. Hier, schon Oberst und Kommandeur des ersten Bataillons Garde, suchte er mit unglaublicher Zähigkeit das Schicksal des Tages zu beeinflussen. Alles vergeblich. Schwer verwundet, musste er weichen. Die feindliche Kugel im Körper hat er mit ins Grab genommen.
Seine Hauptwaffentat war aber im siebenjährigen Kriege die Verteidigung Breslaus gegen den Oesterreicher Laudon. Tauentzien war damals Generalmajor und Kommandant der Stadt. Als Festung unbedeutend, hatte sie jedoch als Waffenplatz und militärischer Stützpunkt den größten Wert und wurde daher oft das Ziel feindlicher Unternehmungen. Der Verteidiger hatte nur 4000 Mann Besatzungstruppen von zweifelhaftem Zuschnitt, darunter allerdings auch sein Elitekorps, die 1000 Mann des 1. Bataillons Garde, gegen 30 000 bis 40 000 Osterreicher einzusetzen, mit denen Laudon vom 1 .-4. August 1760 den Platz berannte. Die Aufforderung zur Übergabe lehnte Tauentzien in aller Bestimmtheit ab. In einer mündlichen Unterhaltung sprach der österreichische Wortführer die Drohung: „Wir werden weder Säuglinge noch Schwangere verschonen", worauf jener die zwar grobe, aber zweifellos wahre Versicherung abgab: „Ich und meine Soldaten sind nicht schwanger". - Der Kommandant war während der feindlichen Angriffe immer mahnend und anfeuernd mitten unter seinen Leuten. In einer Nacht am Schweidnitzer Tor ging es besonders heiß her. Eine Geschützkugel schlug neben Tauentzien ein. Schnell bezeichnete und bedeckte er die Stelle mit seinem Hut; hier wollte er dereinst begraben sein. - Einem solchen Gegner fühlte sich Laudon nicht gewachsen. Auch andere Umstände veranlassten ihn zu schnellem Abzuge. Der König aber hebt in seinem Geschichtswerk ausdrücklich hervor, dass ihm die Festung nur durch Tauentzien und seine feste und einsichtige Verteidigung (avec fermet et sagesse) erhalten worden sei. - Die weitere Laufbahn des Generals kann hier nur gestreift werden. Er blieb als Gouverneur von Breslau und Generalinspekteur der schlesischen Infanterie im Dienst bis an sein Ende. Beim König stand er in hohen Ehren. Daran änderte auch die scharfe Kabinettsorder von 1784 nichts, in der er dem General über die schlesischen Truppen sagt: „Wenn ich Schuster und Schneider zu Generalen machte, könnten die Regimenter nicht schlechter sein." Das war zweifellos zu hart und daher ungerecht geurteilt; aber der alternde Monarch hatte sich je länger je mehr daran gewöhnt, Menschen und Dinge mit ätzender Schärfe zu besprechen. - Tauentzien überlebte seinen Herrn noch um 5 Jahre und starb am 20. März 1791. Mit großem Gepränge wurde er an der Stelle, die er, wie oben gesagt, selbst für sich ausgewählt hatte, und zwar in einem stillen lauschigen Winkel zwischen zwei Basteien der Festung beigesetzt. Hier errichteten ihm im Jahre 1795 die beiden Söhne über seinem Grabe das Denkmal als ein Zeichen kindlicher Dankbarkeit, ganz im Sinne der Breslauer, die ihren Gouverneur wegen seiner Strenge zwar gefürchtet, aber wegen der Redlichkeit seines Charakters hoch geschätzt hatten.
Tauentzien hatte zu den Pa1adinen des großen Königs gezählt. An militärischen Ehren hat es ihm daher nicht gefehlt. Den neu gestifteten Orden pour le m6rite erhielt er als einer der ersten bald nach Mollwitz, für die Breslauer Tat den Schwarzen Adlerorden. - Eine bemerkenswerte Zuneigung brachte der König auch den pommerschen Landsleuten des Generals entgegen. Als die ritterschaftlichen Vertreter der Provinz Pommern bei ihm wegen einer Kreditansta1t etwa nach dem Muster Schlesiens vorstellig wurden (1779), da zeigte er sich sogleich hilfsbereit und lobte den Adel, sofern er tüchtig und arbeitsam sei. »Alsdann kann ein Armer auch reich werden, wie z. B. der von Tauentzien, der von Hause nichts gehabt und zu einem Vermögen wenigstens von 150 000 Talern gelangt ist." Und weiter: „Ich will Ihnen gern helfen, denn ich liebe die Pommern wie meine Brüder, und man kann sie nicht mehr lieben, als ich sie liebe; denn sie sind brave Leute, die mir jederzeit in Verteidigung des Vaterlandes sowohl im Felde, als zu Hause, mit Gut und Blut beigestanden haben . . ." So erhielt Pommern 1780 seine Kreditanstalt. Eine besonders wertvolle Beurteilung Tauentziens hat uns Gottho1d  Ephraim  Lessing gegeben. Er war bekanntlich von 1760-1765 sein Sekretär und stand als solcher in einem nahen und sehr angenehmen Verhältnis zu ihm. Denn der General war eben „eine jener derben und tüchtigen Naturen, die, ohne irgendwelche wissenschaftliche Bildung, doch die ihnen verwandte Tüchtigkeit des Charakters in anderen instinktmäßig heraus- erkennen und respektieren." Und Lessings Bruder, Münzdirektor in Breslau, nennt ihn „einen von den großen Edelsteinen, die Friedrich nicht verkannte, obwohl sie nicht geschliffen waren." Beiden Brüdern war und blieb er der „alte ehrliche Tauentzien". - Dass der Dichter seine Breslauer Jahre unwirsch als eine Zeit mühseliger Fron und Brotarbeit herabgesetzt hat, wissen wir von ihm selbst und - können dem doch nicht beistimmen. Lessing verdankte seiner Breslauer Stellung sehr viel. Denn hier übersah er zum ersten Mal die gewaltigen Zeitverhältnisse und tat einen Blick in den »großen Guckkasten der Welt". Nebenbei dichtete er in Breslau die »Minna von Barnhelm", deren Personen nur deswegen von Saft und Kraft strotzten, weil sie dem wirklichen Leber abgelauscht sind. Auch vieles andere reifte in dieser „Brachzeit", vor allem der Laokoon! Hierin liegt eben der Beweis für die Richtigkeit von Goethes Behauptung: „Der erste wahre und höhere Lebensgehalt kam durch Friedrich den Großen und die Taten des siebenjährigen Krieges in die deutsche Poesie." Auch Tauentzien gehörte zu den stark an dem Zeitgeschehen beteiligten Tatenmenschen, die, wenn auch nur als solche, der deutschen Literatur gedient haben.
Doch zurück zu seinem D e n k m a 1, von dem wir ausgingen. In der Franzosenzeit erlitt Breslau eine neue, seine letzte Belagerung. Es fiel in vier ´Wochen, Anfang Januar 1807, den Franzosen in die Hände. Auf Napoleons Befehl sanken damals seine dunklen Mauern und Wälle in einen Trümrmerhaufen: eine offene Stadt erstand, der Weg zur modernen Großstadt war frei. Das Denkmal hatte die Belagerung, ohne Schaden zu nehmen, überstanden. Nach dem Fall der umklammernden Bastionen stand es nunmehr auf einem freien Platz, den der Feind, Napoleons Bruder Jerome, einebnen ließ und nach dem alten Helden „Tauentzienplatz" benannte.
Im Laufe der folgenden Jahrzehnte fiel das Denkmal dem Zahn der Zeit zum Opfer und ging völligem Verfall entgegen. Da griff der Breslauer Magistrat ein, nahm unter Zustimmung von Tauentziens Nachkommenschaft das Monument in seinen Besitz und führte eine völlige Erneuerung durch, die im Jahre 1890 abgeschlossen wurde. Auch die darunter befindliche Gruft musste dabei untersucht werden. Es ergab sich folgendes Bild: der Sarg war zerfallen und verschwunden, die Knochenreste lagen im Schlamm verstreut, und nur einige Holz- und Stoffetzen waren sichtbar. Nachdem alles gesäubert, wurden die Überreste in einer irdenen Urne der Gruft aufs neue anvertraut, auch ein Zahn Tauentziens, den eine ruchlose Hand entwendet hatte.
Das Denkmal, ein Sarkophagaufbau in antikisierendem Stil, zuoberst eine trauernde Kriegsgöttin in halbruhender Stellung, ragt als ein wuchtiges Wahrzeichen der Stadt ruhig und sicher in die wirbelnde Flut der Zeit, der es in dem schönen, neuen und festen Gewande wie bisher siegreich trotzen wird. Die wichtigsten Ereignisse aus dem Leben des Generals verkünden zwei neu vergoldete Inschriften in lateinischer und deutscher Sprache, an deren Schluß unser Ausgangswort: natus in Pomerania heroum patria die XVII. Aprilis MDCCX. - Geboren im Helden-Vaterland Pommern den 18. .April 1710", dem nachdenklichen Beschauer entgegenleuchtet.
Wer von den vielen Tausenden, die täglich über den Platz hasten, denkt an den alten Helden da unten? Ich tat es immer, so oft mich mein Weg dort vorüberführte, und rechne auf freundliche Gesinnung und Zustimmung der pommerschen Leser, wenn ich ihnen von dem Heldenmal unseres wackeren Landsmannes mit diesen Zeilen einen treugemeinten Gruß an die Heimat auf den Tisch lege.

                                  EINWEIHUNG IN BRESLAU

                                                                 EINWEIHUNG

                                     tauentzienplatz in Breslau

                                              tauentzienplatz in Breslau

TAUENZIENPLATZ

                                              TAUENTZIENPLATZ  IN BRESLAU HEUTE

                                                             HEUTE PLATZ KO¦CIUSZKI

                                     GRUSS AUS DEN TAUENZIEN

                                                              TAUENZIEN  UND  KDW IN BERLIN

 

 

 


 

 

 

 



Alle Rechte vorbehalten. Es ist insbesondere nicht gestattet, ohne ausdrückliche Genehmigung Inhalte dieser Seiten für gewerbliche Zwecke zu
übersetzen, zu vervielfältigen, auf Mikrofilm/-fiche oder in elektronische Systeme einzuspeichern oder in irgendeiner Weise zu verändern.

Copyright (c) 2008-2014 by Mariusz Baar 84-352 Wicko 50A reiseleiter-leba.eu           artwolan.pl