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KRAMPKEWITZ

Krampkewitz Gutshaus

GUTSHAUS IN KRAMPKEWITZ

Krampkewitz Pfarrhaus

PFARRHAUS IN KRAMPKEWITZ

DIE KIRCHE IN KRAMPKEWITZ

DIE KIRCHE IN KRAMPKEWITZ

BERTA PINSKE GEB.NOFFKE

BERTA PINSKE GEB NOFFKE

 WALTER PINSKE FRIEDHOF KRAMPKEWITZ

WALTER PINSKE

AUGUSTE SCHULTZ GEB PELZ

AUGUSTE SCHULTZ GEB,PELZ

KRAMPKEWITZ

OTTO SCHULZ

KRAMPKEWITZ

GUTSHAUS IN KRAMPKEWITZ
GUTSHAUS IN KRAMPKEWITZ Kr.Lauenburg Pom.

KRAMPKEWITZ KREIS LAUENBURG POM.
KRAMPKEWITZ KREIS LAUENBURG POM.

SCHLITTEN IN KRAMPKEWITZ
SCHLITTEN IN KRAMPKEWITZ Kr.Lauenburg Pom.

 am krampkewizter see

Bauern und Gutsbesitzer 1939 in Krampkewitz

 

Graf von der Osten 1480 ha.

Max Bogs 22 ha.

Siegfried Quaschning 213 ha

 

Geschichte  bis 1912

Krampkewitz ein Gutsbezirk von 1780 Hektar, zum Majorate Groß Jannewitz gehörig, mit 313 Einwohnern im Amtsbezirk Krampkewitz.
Der Name des Ortes ist aus dem polnischen Krpiechowce entstanden daher bis zum Anfange des 16. Jahrhunderts die Benennung Crampechowitz vorherrscht. Der Ort wird zum ersten Male*) bei Verleihung seiner Handveste am 17. Februar 1362 durch den Danziger Kompthur Gieselbrecht von Dudeisheim genannt. Schon damals wurde das Gut an 4 Edelleute ausgegeben, welche an Stelle der bisherigen Naturalleistungen einen Jahreszins von 3 Mark zu entrichten hatten, mit anderen Worten: es fand eine Umwandlung des bisher dort geltenden polnischen Rechtes in deutsches Recht
statt. Der gleiche Zins wurde auch noch 1537 erhoben. Die ersten Besiedler führten deutsche oder biblische Namen:Seyfried, Domenik, Malzei und Vinzken, verrieten aber durch ihre Formation den pommerschen Ursprung. Um das Jahr 1400 herrschten hier ganz eigene Verhältnisse:Die rechtmäßigen Besitzer waren ausgestorben und der Hof der Landesherrschaft, also dem Deutschen Orden wieder verfallen (KopenIagener Wachstafeln 99). Dieser aber wollte die freie Bestimmung über die weitere Besetzung nicht mehr aus der Hand geben. Mehrere Bewerber treten auf. Eine Witwe ist abzufinden, ein Woyciech und ein Pauel von Crampekowitz desgleichen. Der stürmischste von allen aber war Mikusch, für welchen die anderen gutsagen mußten, daß er auf niemanden „drawen (drohen) noch argen wolle von des Gutes wegen", wer immer der Besitzer werden würde. Mikusch scheint aber doch Erfolg gehabt zu haben, denn als 6 Jahre später das Gut wieder zur Abschätzung gelangt, ist er an der Spitze der ganzen Sippe und nimmt die Teilung vor. Allerdings kommt er beim Besitze selbst zunächst nicht in Frage, sondern das ganze Gut wird auf 168 Mark bewertet und in 6 Teile ä 28 Mark geteilt. Einem, an= scheinend dem ältesten, namens Dopke, wird die Wahl gelassen, ob er das Gut übernehmen und auszahlen, oder sich mit seinem Sechstel begnügen wolle. Er wählt das Erstere, doch zahlt er nur 112 Mark in 2 Raten aus, so dass ihm aus irgend einem Grunde ein Doppelanteil zugefallen sein muss (Kopenhagener Wachstafeln Nr. 83). Außer diesen werden aber auch noch andere Bewohner in Krampkewitz genannt, welche mit dem Gesetze in Konflikt geraten, während der vorher genannte Mikusch Klage über den Totschlag seines Bruders durch Leute aus Odargan führt.In späterer Zeit sitzen hier nach Ausweis der Lehnbriefe vom Jahre 1575 -1621 die drei Familien Bialke (oder Biallike), Plochnitz und Grubba*).
1628 sind Hufen Gutsland, 4 Kossäten und ein Müller darauf. Bei der Huldigung vertreten durch 2 des Namens Bialke, 2 des Namens Plochnitz und 5 des Namens Grubbe. Diese Spaltung dauert fort. 1756 ist die Hälfte des Besitzes in Händen des Georg Johann von Czapski, ein Anteil in der des Mathias Ernst Gruben, andere Anteile zersplitterten sich unter andere Mitglieder der Familie Gruben und einen Christian von Plochens (Plochnitz). Im Jahre 1784 sitzen darauf: 2 Brüder von Czapski, 2 von Grube, ein von Wussow und ein von Massow.
Der Ankauf von Krampkewitz durch die Familie von der Osten ist auch nur allmählich vor sich gegangen, zunächst im Jahre 1799 der Anteil A (bisher Czapski) zugleich mit den Jannewitzer Gütern. Der Anteil 8 befand sich noch lange Zeit im Besitze des Grafen von Münchow, dann seit 1855 des Rentners Rieck. Anteil C und D besaßen noch 1804 die Grubbes, doch wurden diese Anteile durch Ministerial Erlaß vom 5. September 1855 in der Adelsmatrikel gelöscht, nachdem sie zuvor dem Herrn von Jagow und einem Ed. Hoffmeyer gehört hatten. Auf Anteil E saß 1842 ein Dekant. In den Jahren 1862 bis 1864 wurden die Anteile 8, C und E von Julius von der Osten käuflich erworben und ebenso wie Anteil A am 28•.Januar 1892 mit dem Fideikommiß Jannewitz, dem Grafen Leopold von der Osten gehörig, vereinigt. Anteil D gehört noch heute Herrn Deinert. Die evangelische Kirche in Krampkewitz ist neuesten Ursprungs. Sie verdankt ihre Entstehung einer im Jahre 1887 abgehaltenen General KirchenVisitation, wobei es sich herausstellte,daß mehrere Ortschaften 15 Kilometer vom Pfarramt Labuhn entfernt waren. Im Jahre 1890 wurde hier ein Pfarrvikar stationiert, welcher dem Pfarrer von Labuhn unterstand. Am 15.März 1910 wurde der bisherige Vikariatsbezirk, welcher die Ortschaften Krampkewitz, Lischnitz, Mailschütz, Gr. und Kl. Wunnschin und Gerhardshöhe (früher Junkerhof) umfaßt, zu einer selbständigen Kirchen Gemeinde erhoben, wozu aus staatlichen Mitteln 80 000 Mark zur Verfügung gestellt wurden. Der Grundstein der Kirche wurde am 23. Juli 1905 gelegt, die Einweihung geschah am 18. Septämber 1906. Patron ist der Fideikommißbesitzer Graf von der Osten.

 *) Dei´ Besitz dehnte sich auf´ das Dorf Krampkewitz und einen Teil von Klein Wunnschin, aber buten der Jagd´ (Stettiner Lehnsakten.)

*) Der Herausgeber des pommerellischen urkundenbuches glaubte einen als Crambcowske im Jahre 1283 bezeichneten und einem Grafen Nikolaus Jankowitz verliehenen Ort für das heutige Krampkewitz ansehen zu dürfen. Hiergegen aber spricht sowohl die lautliche Form als die Entlegenheit; vielmehr handelt es sich dabei um eine der Ortschaften Krams oder Krampitz.

 

Ut Grot-Wunneschin
Franz Kuchenbecker
In der Kirche zu Krampkewitz, zu dem Kirchspiel gehört auch Gr.-Wunneschin, kam während des Gottesdienstes im Jahre 1910 ein altes Mütterchen ein wenig zu spät. Der Gottesdienst hatte bereits begonnen. Der Pastor stand schon auf der Kanzel und sprach gerade die Worte „Und woher kommt das Laster?“ Da trippelte die alte Frau vom Eingang der Kirche bis zur Kanzel und sagte laut und vernehmlich: „Ut Grot-Wunnschin, Herr Pastor!“

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