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 BISMARK

die Gefallene von Charlottenhof und Bismark

EINE TAFEL FUR DIE IM ERSTEN WELTKRIEGE GEFALLENEN SOLDATEN

EIN BAUERNHAUS IN OBER BISMARK

BAUERNHAUS IN OBER BISMARK

BLICK VON DER PFERDEKOPF

BLICK VON DER PFERDEKOPF

BLICK VON DER PFERDEKOPF

Bismarck Geschichte bis zum Jahr 1911

Eine Landgemeinde mit 339 Einwohnern im Amtsbezirke Bismark, inmitten der großen Schwesliner Forst. Dieses Dorf führt seinen Namen von dem preußischen Justizminister Lewin Friedrich von Bismark unter Friedrich dem Großen und hieß ursprünglich Bismarken ( Zuschrift des Königl. Staatsarchives zu Stettin vom 3. April 1908). Friedrich der Große nahm bei seiner Kulturarbeit mehrfach Gelegenheit, hervorragenden Beamten und Offizieren durch Benennung neu entstandener Ortschaften nach ihrem Namen eine Aufmerksamkeit zu erweisen, ohne dass dieselben an der Entstehung und Kolonisierung direkt beteiligt gewesen wären. So sind die Ortschaften Arnimswalde, so Coccejendorf, so Bismarken entstanden. Die Besiedelung in dieser Gegend nahm schon im Jahre 1746 ihren Anfang; amtlich wird sie auf das Jahr 1750 festgesetzt; die erste Inspektion durch den Fürsten Moritz von Anhalt Dessau, welcher überhaupt die treibende Kraft gewesen, fand im Jahre 1753 statt. Die neuen Besiedler waren überwiegend Eingewanderte, um dem Lande neues Menschen material zuzuführen; ja, es verbot der König nachmals geradezu im Jahre 1757 die Ansetzung einheimischer Kolonisten ( Koser, Friedrich der Große, 1. Teil S. 376). Sie wurden von den Einheimischen durchweg "Pfälzer " genannt, weil die protestantische Einwanderung aus Zweibrücken anfangs den Kern der Kolonisten gebildet hatte; später folgten Rheinhessen, Schwaben und Würtemberger. Speziell über die ersten Besiedler von Bismark gehen die Nachrichten auseinander. Nach der einen sollen es Deutsche aus dem Königreich Polen gewesen sein; nach der andern wären auch Niederländer daran beteiligt,worauf die Personen Namen van der See, van Dreihe schließen lassen ( vergl. u. A. auch Wehrmann, Programm des Bismarckgymnasiums vom Jahre 1897, 1. Teil). Es wurden ursprünglich 20 Familien und 2 Büdner angesetzt, deren Höfe in der Schwesliner Forst zerstreut lagen. Die Abgaben der neuen Bewohner, die sich zum Sauliner Kirchspiele hielten, und auch heute noch daselbst eingepfarrt sind, bestanden darin, dass sie nach dem Verhältnisse ihrer Acker und Wiesen Acker und Wiesenpacht zahlten. Sie hatten die Freiheit, ihr Getreide auf jeder beliebigen Mühle mahlen zu lassen, wofür sie ein gewisses Maas Korn entrichteten; auch hatten sie gewisse Brauzinsen abzuführen ( Brüggemann 1784). Noch im Jahre 1837 wird es als Koloniedorf aufgeführt. Gegenwärtig unterscheidet man Kolonie Ober und Unter Bismark, amtlich freilich nur unter dem gemeinsamen Namen Bismark geführt. Die Bevölkerung bezifferte sich im Jahre 1875 auf 391 Seelen, war aber im Jahre 1910 auf 339 gesunken (Volkszählung) Gegenwärtiger Gemeindevorsteher Marten; Hofbesitzer: Lietzow, Becker, Wobbrock, Stubbe, Schimanski, Leike, Zielke, Wittke und Riß; Lehrer Radtke, Gastwirt Kamin.

BAUERNHÖFE IN BISMARK STAND 1939

Paul Boyke

Wihelm Deinert

Gertrud Grube

Otillie Gunz

Julius Krutz

Rudolf Lnge

Selma Lietzow

Ferdinand Marten

Paul Melchin

HermannMilz

Theodor Sellke

Paul Stubbe

Otto Wobbrock

Ortsteil Unter Bismark:

Hermann Isler

Hermann Krack

Benjamin Riß

 

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