BONSWITZ
HOCHZEIT VON META WITT AUS BONSWITZ UND ROBERT NESS AUS LANTOW .ETWA 1933 VOR DEM SCHLOSS BONSWITZ
BONSWITZ
Bonswitz-Geschichte bis 1911
Ein Gutsbezirk von 351 Hektar mit 144 Einwohnern im Amtsbezirke Tauenzin. Der Ort wird zum ersten Male im Jahre 1402 als Bosofnitz aufgeführt mit einem Areale von acht kulmischen Hufen (Bischowsdezem doch soll die ursprünglich slvische Benennung Basewice gewesen sein (Kêtrzyñski), dann wieder erst genannt im Jahre 1493. Es war schon damals gespalten. Der eine Adelanteil nebst einem anderen im benachbarten Schwichow war in dem Besitze einer Familie Dambau ( Dembowo, daher auch Dembowski) gewesen, diese war aber in ihren männlichen Mitgliedern ausgestorben und nach dem pommerellischen Heimfallsrecht (sogen. puczina) in den Besitz des Fürsten zurückgekommen ("da uns angekommen waren von Matzke Darubau zeliger Dechtnusse") Herzog Bogislaw verlieh diese freigewordene Grundstücke in Bonswitz seinem Rate und lieben Getreuen Laffrentz Krockow, d.h. Lorenz dem Starken "um zi= ner mennichfelde willige truven Denste willen", so daß fortan 3 1/2 Hoken von Ronswitz und 3 Hoken von Schwichow zur Abrundung des Roschützer Besitzes dienten ( Krockower Urkunden). Eine Bestätigung dieses Besitzes findet sich noch vom Dienstage nach Christi Geburt im Jahre 1496. Später aber verschwinden diese Besitzanteile aus dem Roschützer Komplexe. An Stelle von Krockow tritt eine Familie von Ronswitz, auch Bonsofsky genannt; ein Peter von Bonswitz wird als Anteilsbesitzer genannt.Im Jahre 1566 erhielt Lorenz Somnitz, aus der im Lauenburgischen eingeborenen Wunneschiner Linie und dessen Bruder die Anwartschaft auf Bonswitz, welches damals Peter von Bonswitz besaß. Die Bonswitze und Somnitze scheinen, den Lehnbriefen nach zu urteilen, längere Zeit nebeneinander gesessen haben. Es wird 1628 als Panengut bezeichnet. Schon um das Jahr 1637 war ( nach dem von der Ostenschen Adelsspiegel) der Ort Bonswitz im Besitze derer von Tadden, wenigstens der größere Anteil; auch wurde das Gut im Jahre 1658 durch einen Franz von Tadden bei der Huldigung vertreten und noch 1756 wird Hauptmann Friedrich Wilheim von Thadden als Besitzer genannt ( Klempin und Kratz Seite 396). Aber schon im Jahre 1776 finden wir darauf den Hauptmann Philipp Bogislaw von Bonin, der am 16. März jenes Jahres eine Verschreibung für 1 800 Reichstaler königlicher Gnadengelder erhielt, wofür er verpflichtet wurde, eine Kolonie von drei Kossäten und zwei Büdnern auf dem hierzu ausgerodeten Heidelande von 137 Morgen anzulegen. Hierfür wurde ein jährlicher Kanon von 36 Talern, d.h. von 2 Prozent des angelegten Kapitales, auf das Gut eingetragen, zahlbar von 1779 ab ( Brüggemann). Die letzten Besitzer waren: im Jahre 1804 Friedrich Wilhelm von Freyhold bei einem Taxwerte von 12 750 Talern; ca. 1817 Witwe von Pirch ( Matrikel ). Im Jahre 1847 kaufte es August Rudolph Neitzke für 30 000 Taler ( Klempin und Kratz Seite 601 ) 1880 Max Neitzke aus Papritzfelde im Kreise Stolp; seit dem 30. September 1895 Hugo Neitzke. Ende August 1906 kaufte der Rittergutsbesitzer v. Restorff die beiden Güter Koppenow und Bonswitz für 600 000 resp. 350 000 Mark und verpachtete dieselben an seinen Sohn, den Leutnant a.D. Horst v.Re torff. Nach dem am 6. Februar erfolgten Ableben des Rittergutsbesitzers Friedrich von Restorff, wurde seine Ehefrau, Selma von Restorff geb. von Reibnitz, Besitzerin der Güter, die sie im Jahre 1910 an den Rittergutsbesitzer Zimdars- Zdrewen verkaufte. - Die Bewohnerzahl betrug im Jahre 1880 106, dann nur 65, heute ( 1911)wieder 144 Seelen.
NAMEN DIE IN BONSWITZ AUFTRETTEN :