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NEUENDORF

RESTAURACJA ERNST KRÜGER

RESTAURATION ERNST KRÜGER 1914 ROK

SZKO£A DIE SCHULE

SCHULE 1914

SALA KONCERTOWA W£A¦CICIEL ADOLF OBERSTELLER

KONZERTHAUS ADOLF OBERSTELLER

WIDOK ULICY

DORFSTRASSE 1914 R.

M£YN WODNY ERNST KÖNIG MUHLE

MÜHLE ERNST KÖNIG MEHL UND FUTTERHANDLUNG

MLECZARNIA -MOLKEREI  NOWA WIE¦ LEBORSKA NEUENDORF

 

 

MOLKEREI 

Namen der Bauerngeschlechter vom Jahre 1559.

 Schulzen Paul Hillaff, Thewes Porman; Bauern: 1) Lawrenz
Brune, 2) Hans Detlaff, 3) Thewes Wegener, 4) Bartholomeus Schröder,
5) Peter Adam, 6) Peter Stoche, 7) Urban Blisse, 8) Franz Dickow,
9) Jürgen Hartke, 10) Simon Swengel, 11) Hans Stoche, 12) Andreas Polck,
13) Georg Schröder, 14) Mattheus Schmidt, 15) Jürgen Helwidi, 16) Paul
Wegener, 17) Hilger Schröder, 18) Thomas Brune, 19) Peter Grust.

NAMEN VON DEN BAUERN AUS NEUENDORF UM 1939

 

Neuendorf
Franz Behling
Walter Berndt
Max Birr
Karl Duske
Bernhard Drawz
Bernhard Frenk
Anna Granzin Ww,
Paul Heratsch
Otto Koletzke                                                                                                              Erwin Krüger
Adolf Krutz
Adolf Liesch
Alwin Liesch
Max Liesch
Hermann Lietzke
Fritz Mallick
Rudolf Müller
Karl Nagel
Anton Neitzel
Richard Neubieser
Johannes Pardeike
Hermann Petsch
Franz Pokriefke
Herbert Polzin
Max Raasch
Richard Sieg
Wally Sielaff
Ernst Skibbe
Theodor Technow
Fritz Willer
Ernst Willer

AUS DER LAUENBURGER ZEITUNG 1941

FRITZ JESCHKE GEFALLEN IN OSTEN 1941 NEUENDORF

FRITZ JESCHKE NEUENDORF 1941

HABERLAND UND FRAU NEUENDORF  1917

LAUENBURGER ZEITUNG 1917 HABERLAND


Jagdscheinbesitzer Krs.5 1927

Kloßch - Landwirt

DIE GESCHICHTE NEUENDORFS BIS 1911:


 

Neuendorf, eine Landgemeinde mit 1102 Einwohnern und ein Gutsbezirk von 373 Hektar, mit 113 Einwohnern im Amtsbezirk Neuendorf.
Verschiedene Umstände deuten darauf hin, dass wir hier in Neuendorf eine sehr alte, pommerellische Niederlassung zu suchen haben. die erste Privilegierung des Ortes vom 22. November 1349 kündigt sich schon in seiner Arenga (Einleitung) als die Erneuerung eines erheblich älteren Privilegs an, es soll die Schrift wiederbringen, was an geschehenen Dingen in Vergessenheit verfallen ist, es soll in Erinnerung bringen, was aus der Menschen „Gehörte“ (Überlieferung) gekommen ist und durch die Aufeinanderfolge der Geschlechter „verwildert“ ist, also einer langen Vergangenheit angehörte. Dass Neuendorf schon vorher eine Handfeste gehabt, wird in der Handfeste der Stadt Lauenburg vom Jahre 1341, also 8 Jahre vorher ebenfalls ausdrücklich gesagt „als in des Dorfes Handfeste steht beschrieben“. Daher führt auch der Index des Danziger Komthureibuches diese Handfeste geradezu als „eine erneuerte Handfeste“ an. Der Deutsche Ritterorden fand hier offenbar bei seiner Ankunft eine ungewöhnlich starke Besiedelung vor, denn die hier bereits bestehende Katharinenkirche war mit 6 Hufen dotiert, was auf eine stadtartige Gemeinde schließen lässt und mit dem der Ortschaft zugehörigen Besitze von 100 Hufen, dem üblichen Maße einer städtischen Niederlassung vollkommen im Einklang steht. Entstanden mochte sie ursprünglich sein unter dem Schutz des alten Schlossberges, den wir in den heutigen städtischen Anlagen am Vorsprunge des Hügellandes zu suchen haben. Der Platz schien geeignet, um in diesem neuerworbenen Landesteile eine Stadt und Burg zu gründen, aber der Besitz war in festen bäuerlichen Händen und musste respektiert werden, ganz ähnlich wie in Putzkerdorf bei Putzig; so wurde also die Stadt daneben angelegt und mit fiskalischem Besitze ausgestattet. Beide standen zu einander lange Zeit in nahem Verhältnisse und nicht umsonst heißt es in der Handfeste im Jahre 1349 „das Dorf Neudorff nahe bi unser Stadt Lewinborg gelegen“. Der Name dieser Niederlassung ist in älterer Zeit zweifellos ein anderer, ein slawischer gewesen, der aber von den Deutschen Ordensrittern unterdrückt wurde. Der Name steht völlig allein und ohne jedes Beispiel in der Reihe der sonst rein slawischen Ortsnamen. Bei Unbennungen hat der Deutsche Orden im ganzen nicht viel Glück gehabt, da der Volksmund immer wieder in die alte Kerbe zurücklieb und die abgestammte Bezeichnung zur Geltung brachte (vergl. Roslas-Rosengarten). Der Name Neuendorf aber hat sich erhalten, ist jedoch nur im Gegensatze zur neugegründeten Stadt Lewinborg aufzufassen, nicht als ob dieselbe eine völlig neue Besiedelung gewesen wäre, sie erhielt sich eben wegen ihres Gegensatzes zur neuen Stadtgründung,*) mit welcher sie den Ortsgeistlichen gemeinsam hatte, ja dem sie sogar die Haupteinkünfte lieferte, denn auf Lauenburger Gebiete besaß der Pfarrer nur 1 1/2 Hufen. Es war eine nicht nur vom Deutschen Orden, sondern bei allen Kolonisationen im slawischen Osten geübte Sitte, so in Mecklenburg, Brandenburg, Westpommern ec., dass neben einer älteren slawischen Niederlassung eine deutsche gegründet wurde, welche die Eingeborenen nach und nach aus ihrem Besitze und ihren Rechten herausdrängte und sie in den Stand der Hörigkeit herabdrückte. Auch die Bewohner von dem alten Neuendorf mögen ehemals Marktgerechtigkeit gehabt haben, aber der Fall Dirschau aus der gleichen Zeit zeigt in eklatantester Weise, in welchem Maße der Orden es verstanden hat, alle Erinnerungen an frühere Besiedelungen und Gerechtigkeiten völlig zu unterdrücken. Von dem alten Samborschen Stadt Privileg der Stadt Dirschau ward in der Erinnerung jede Spur verwischt und das Dokument selbst in den Geheimschränken des Deutschen Ordens vergraben.
Die Privilegierung des Ortes Neuendorf vom 22. November 1349 bedeutet eine Neuverfassung. Die Bewohner erhielten eine Ordnung gleich der aller anderen sogen. deutschen Dörfer, ähnlich wie auch Belgard seines früheren Glanzes völlig entkleidet wurde. Sie ist ausgestellt vom Danziger Komthur Heinrich von Rechtir. An die Spitze des Dorfes trat der getreue Hildebrand, welcher mit einem Besitze von zehn erblichen und abgabenfreien Hufen beliehen wurde, sowie mit einem Kretzem, für den er jährlich eine Mark und zehn Hühner zu entrichten hatte. Der Besitz von 100 Hufen ist der Ortschaft verblieben. In der Veranlagung zum Bischofsdezem heißt es „zu dem Newgendorffschen seyn hundert Huben“. Und wenn es im Jahre 1437 mit 84 Hufen genannt wird, so werden aber die sechs Priesterhufen und zehn Schulzenhufen davon abgezogen. Jede Hufe zinste 15 Skot und 2 Hühner an den Vogt von Lauenburg, auch der Kretzmer zinsete die ihm bei Privilegierung auferlegte Abgabe von einer Mark. Um dieselbe Zeit hatte Neuendorf einen Streit mit dem adligen Besitzer des Nachbardorfes Pogrischow. Das hierüber aufgenommene Protokoll lautet nach den Kopenhagener Wachstafeln Nr. 53: „Wissentlich sie, dez die Zwetracht zwischen Woiccech von Pogerschow und den Scholzen und der Gemeine von Nuwendorff wol bericht is, also das sie Frunde sollen syn, und wer der Beachtung nicht enhelt, der sal 30 Mark bestanden“.  Die Hufenmatrikel des Jahres 1628 führt den Ort Newendorff mit seinen vollen 100 Hufen an. - Ausführlich ist die Dorfbeschreibung vom Jahre 1658. Es besaß seine 100 Hufen, hatte aber damals drei Schulzenhöfe, von denen einer während der Jahre 1637 - 57 in ein Amts Ackerhöfchen umgewandelt war, welches um jene Zeit der Landrichter von Prebendow im Besitze oder doch in Verwaltung hatte, und welcher aus vier Hufen bestand. Diesem waren aber damals noch zwei wüste Bauernhöfe zugelegt, ebenfalls aus je vier Hufen bestehend, so dass das ganze Grundstück damals 12 Hufen enthielt. Die beiden anderen Schulzen hatten auch noch 8 Hufen frei, wofür sie nur 48 Scheffel Diensthafer zu liefern hatten. Für die Reusen im Küssow Bache hatten sie ein sogen. Wehrgeld zu zahlen. Der eingezogene Schulze hieß Hans Braun; die beiden vorhandenen Schulzen hießen: Knak und Tilo. Die 20 Bauern waren : Adam, Baumann, Bliß, Granz 1 und 2, Hauschild, Hellwig 1 und 2, Junike, Knake, Kraus, Marten, Melchin, Schmieden, Schmid 1 und 2, Schultz, Stock, Zichow, Zissow. Außerdem waren 6 Hufen Kirchenacker, die von den Bauern ebenfalls benutzt wurden und von denen jetzt (1658) der Zins an den katholischen Pfarrer abgetragen wird (vorübergehend bis 1657 an den evangelischen). Die Scharwerksleistungen waren zu polnischer Zeit in Dienstgelder umgewandelt, aber wieder rückgängig gemacht worden, weil die Last zu drückend war. Die Scharwerksdienste wurden ehemals nach Obliwitz, später nach Einrichtung des Ackerhofes,heutigen Guts= hofes, nach Neuendorf selbst geleistet. Untertanenhufen zählte man im ganzen 88, wobei aber die von den Bauern mitbearbeiteten 6 Pfarrhufen anscheinend mit eingerechnet sind. Die Waldung war nicht bedeutend; ein kleiner See war mit der Klippe oder mit Garn zu befischen. Nicht wesentlich anders lautet die Beschreibung vom Jahre 1784, also 126 Jahre später. Danach lag das Amtsdorf Neuendorf 1/8 Meile von Lauenburg gegen Norden in einem Tale, an einem Bache, welcher von dem Dorfe Camelow kommt, durch Neuendorf fließt und sich in den Lebafluß ergießt, auf der Land und Poststraße von Lauenburg nach Leba, ist unter den Dörfern des Amtes Lauenburg das größte und hat außer einem Vorwerke zwei Freischulzen, 19 Bauern, von welchen einer ein Freimann ist, 3 Büdner, ein Schulhaus, das im Jahre 1781 gebaut wurde, ein im Jahre 1783 auf der Feldmark des Dorfes erbautes doppeltes Familienhaus, worin ein Holzwärter wohnt, der über die auf den Hufen der Einwohner angelegte Fichtenkämpe und Schonungen die Aufsicht hat, 38 Feuerstellen, eine römisch-katholische Kirche, in welcher jährlich 3 Mal gepredigt wird, ein zu der Lauenburgischen Inspektion gehöriges um 1737 erbautes lutherisches Bethaus, welches ein Filiale von Garzigar ist und worin sonntäglich gepredigt wird, lehmichte Aecker und gute Wiesen. Im Wesentlichen ist der Charakter dem Dorfe auch noch heute geblieben, nur dass eine Mühlenanlage im vorigen Jahrhundert hinzugetreten ist. Es zählt gegenwärtig neben mehreren Eigentümern 23 Hofbesitzer, unter welchen die Namen Knak, Hellwig und Granzin noch an die Zeit vom Jahre 1658 erinnern. Vertreten ist die Familie Tötzke mit 5 Gliedern. Ortsvorsteher ist der Hofbesitzer Alwin Heidenreich (1909). Andere Namen von Hofbesitzern sind:
Duske, Drawz, Heidenreich ‚ Heratsch, Liesch, Mövs, Pardeycke, Pokriefke, Radzom, Willer und Zaeske. Daselbst sind heute vier Lehrer und drei Gastwirte. Die Bewohnerzahl war von 856 Seelen im Jahre 1875 auf 1148 im Jahre 1905 gestiegen.
Der Gutsbezirk Neuendorf ist, wie gezeigt, aus einem Teile des alten Schulzengutes unter Hinzufügung von 2 wüsten Bauernhöfen entstanden. Er war meist in der Verwaltung der Generalpächter des Lauenburger Kreises und deshalb ein behördlicher Sitz. Es war kein altes Allod und deshalb nur kreistagsfähig laut Verfügung vom 21. Mai 1862. Im Jahre 1784 gehörten zu diesem Amtsvorwerke 475 Morgen 140 Ruten lehmichten und fruchtbaren Ackers, gute Wiesen und hatten den Dienst von 8 Bauern in Neuendorf und von 8 Bauern vom Dorfe Luggewiese zu beanspruchen, Fischerei wurde in dem kleinen sogen. roten See getrieben; in dem Bache befand sich eine Lachswehr. Zum Hofe gehörte eine Brauerei und Branntweinbrennerei. Im Jahre 1847 erwarb dieses Gut Benno von Weiher, der spätere Landrat des Flatower Kreises;seit 1862 ist es im Besitze der Familie von Osterroht-Strellentin: Georg Ernst Gotthilf von Osterroht,1878 Friedrich von Osterroht; 1892 am 17. August Ernst und Gotthilf vom Osterroht. Die Bewohnerzahl des Gutes ist in den letzten Jahrzehnten annähernd die gleiche geblieben.
Der kirchlichen Verhältnisse ist teilweise im vorangegangenen schon gedacht. Schon der Benediktionstitel der ehemaligen katholischen Kirche zur hl. Katharina deutet auf ein hohes Alter. Vor Gründung von Lauenburg war sie eine selbständige Pfarrei, nach Gründung wurde sie zur Filiale von Lauenburg degradiert und wird auch in dem sogen. Extrakt ca. im Jahre 1406 als Catharina zu Lauenburg gehörig ohne Angabe des Dorfes aufgeführt, doch mit der Bemerkung, dass sie ein gleiches Bischofsgeld wie die von Lauenburg zu entrichten hätte, nämlich 2 Mark und wird hierin nur von der Kirche in Belgard mit 2 1/2 Mark übertroffen. Im Jahre 1423 erhielt Neuendorf sogar einen eigenen päpstlichen Ablassbrief.*) Im Jahre 1570 war die Reformation hier bereits völlig durchgeführt und Christoph Klock wurde von dem Hauptmanne und der Stadt als Vikar hierher gerufen. In der Visitation des Jahres 1583 wird diese Kirche gar nicht mehr als katholisch aufgeführt; sie blieb evangelisch bis zum Jahre 1641. Alsdann wurde sie den Katholiken wieder zurückgegeben und wird in den Visitationsprotokollen der Jahre 1642 und 1680 als Neodorfium und Nowawies aufgeführt, von dem Karthäuser Prior Schwengel im Jahre 1749 zuerst wieder als Neudorf, im Schematismus des Jahres 1849 irrtümlich als Neuhof aufgeführt (Schematismus 5. 46). Die Zahl der Katholiken war trotz der Wiedergewinnung der Kirche nicht gewachsen und in dem Visitationsbericht v.J.1686 heißt es: Incolae omnes Lutherani (die Einwohner sind alle Lutheraner). Die katholische Gemeinde in Neuendorf war inzwischen für erloschen erklärt, und da die evangelische Bevölkerung einer Kirche bedurfte und das bereits ganz in Verfall geratene Kirchlein unbenutzt stand, so kam durch Vermittlung der Staatsbehörden am 26. November 1829 ein Vertrag zu Stande, wonach das bischöfliche Amt zu Pelplin sowohl das Kirchlein selbst als die darin noch brauchbaren Kirchenglocken an die evangelische Gemeinde abtrat. Nachdem die Neuendorfer evangelische Gemeinde um das Jahr 1641 ihre Kirche an die Katholiken hatte zurückgeben müssen, verrichteten sie ihren Gottesdienst anfangs auf den Schulzenhöfen. Ein Stall wurde heimlich und in aller Eile zu kirchlichem Gebrauche hergerichtet. Der Bau eines neuen eigenen Gotteshauses erfolgte im Jahre 1738, namentlich auf Betrieb des Amtsrats Hakenbeck. Die erste Predigt darin fand statt am 14. September desselben Jahres ( nach der Chronik des damaligen Pfarrers Titz). Doch wurde dieses bald unbrauchbar; endlich gelang es der evangelischen Gemeinde das katholische Kirchlein zu erwerben, welches schon mit Einsturz drohte. Im Jahre 1845 wurde der Grundstein zu einer neuen Kirche gelegt und am 29.Oktober 1847 die Einweihung vollzogen (vergl.Thym.,die erste evangelische Kirche Neuendorfs, Köslin 1850).

 

 

 

*) Genau das Umgekehrte ist bei Kulm der Fall. wo die 1teste Niederlassung den Namen Althaus führt, während der alte Name Kulm der späteren Niederlassung von Bürgern geblieben ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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