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                                          LISCHNITZ

GASTHAUS LUBITZ IN LISCHNITZ

GASTHAUS LUBITZ 1941

GASTHAU CQARL SCHNEEKLUTH 1908

GASTHAUS CARLSCHNEEKLUTH 1908

SCHLOSS IN LISCHNITZ

GUTSHAUS 1908

SCHLOSS IN  LISCHNITZ 1941

GESAMTANSICHT LISCHNITZ 1941

GESAMTANSICHT

WILLA W LE¦NICACH 1908

VILLA IN LISCHNITZ 1908

                  LE¦NICE DWORZEC LISCHNITZ BAHNHOF

                            DER BAHNHOF IN LISCHNITZ          

     SZKO£A W LE¦NICACH SCHULE IN LISCHNITZ

                     SCHULE IN LISCHNITZ             PA£AC W LE¦NICACH  SCHLOSS IN LISCHNITZ

                         SCHLOSS IN LISCHNITZ KARCZMA GASTHAUS VON H. LUBITZ

GASTHAUS H. LUBITZ IN LISCHNITZ

DIE GESCHCIHTE DES DORFES LISCHNITZ BIS 1911

 

Lischnitz nebst Dzechlin, ein Gutsbezirk von 1560 Hektar mit 597 Einwohnern im Amtsbezirke Lischnitz. Der Ort ist in älterer Zeit nur eine Flurbezeichnung und verdankt seine Benennung dem uralten Grenzflusse Lischnitza, als solcher schon im Jahre 1330 genannt, heute Krampkewitz Bach. Dieser Lischnitz Bach spielt in der Geschichte des Lauenburger Gebietes eine eigene Rolle und noch im Jahre 1575 erbat sich die Ritterschaft die Befugnis, nicht über den Bach Lischnitz hinaus dem Aufgebote des Fürsten auf eigene Koten folgen zu dürfen (Cramer 1.Teil S.186 und 187).Der nach dem Flusse heute so benannte Ort hat als solcher in ältester Zeit nicht existiert;*) nichteinmal im Jahre 1658 wird er erwähnt, während der auf dem Lischnitzer Terrain befindliche Sandkrug bereits in aller Munde war. Als selbständige Ortschaft tritt Lischnitz mit Sicherheit zum ersten Male bei der Erwerbung durch die Weihers im Jahre 1756 auf. Der Oberhauptmann Georg von Weiher (1704 - 60) vereinigte neben seinem Besitze in Langfuhr und der Starostei Baldenburg die 4 Ortschaften: Buckowin, Wussow, Landechow und Lischnitz in seinen Besitz.
Seitdem kehrt der Ortsname immer wieder, so 1777 bei der Kommembration der Lande Lauenburg und Bütow; im Jahre 1784 ist es ein Vorwerk mit 4 Feuerstellen im Besitze Ernst Ludwigs von Weihers, eines Sohnes des vorigen (1751 — 1814), des Landrates der Kreise Lauenburg und Bütow. Nach ihm besaß das Vorwerk Lischnitz nebst Dzechlin für einen Taxwert von 24000 Taler Karl von Weiher, 1840 wurden beide an den Grafen Alexander v. Prebendow verkauft; 1858 erfolgte ein Besitzwechsel innerhalb der Prebendowschen Familie, indem die jetzt verwitwete Gräfin das Gut übernahm. Im Jahre 1871 verkaufte sie es an Albert Poll, dieser 1873 die Güter an Karl Eduard Gebel aus Ossecken. 1882 Eugen Gebel, 1886 vorübergehend Leopold von der Osten auf Gr. Jannewitz; letzterer erwarb durch Kauf 332 Hektar Waldländereien zu seinem benachbarten Gute Krampkewitz; 1887 Frau Louise Gabel geb. Wiechmann, später verehelichte Diederich, 1906 im November kaufte es Johannes Zoch in Lauenburg, 1909 im Oktober Ernst von Dewitz.
Durch Allerhöchste Kabinettsordre vom 17. Mai 1893 während des Besitzes des Rittmeisters . 0. Eugen Gabel wurden beide Dzechlin und Lischnitz zu einem Gutsbezirke vereinigt.
Der Ort Dzechlin,auch Sechlin und Zechlin in älterer Zeit geschrieben,
(polnisch Dzcechlino) erhielt seine Handfeste am 13. Dezember 1363 durch den
damaligen Komthur von Danzig Ludecke von Essen für vier Anteilsbesitzer:
Stanislaus, Peter, Woycech und Petrasch zu polnischen Rechten. Im Jahre
1400 traten drei Besitzer des Dorfes Zechlin oder Sechlin Mestosch, Petrasch
und Mikusch vor dem Lauenburger Gerichte auf und verbürgen sich für einen
Mikusch von Crampechowitz (den Stolpener zu zalen und die Sache zu halden).
Vermutlich handelte es sich um eine Fehdesache mit den Stolpener Nachbarn.
Selbst noch der Lehnbrief des Jahres 1601 ist ausgestellt für einen Mathias
Piotroch (neben zweien des Namens Kokosch). Piotroch ist vermutlich mit
Petrasch identisch.— Neben allen diesen tritt hier auch noch eine Familie
Teimen auf; Jakob Termen hatte seinen Anteil im Jahre 1575 bereits vom Vater übernommen. Es blieb noch lange ein getrennter Besitz, wird in der Matrikel vom Jahre 1628 als ein Lehngut von neun Hufen nebst einer Schäferei bezeichnet und war bei der Huldigung im Jahre 1658 vertreten durch Mitglieder der Familie Borschke und ebenfalls noch Pietrach, welche beide auf längere Besitz-Privilegien zurückblicken (1605). Ein Borske hat eine Lehnsverschreibung über Zechelin vom 8. März 1575 und vom Jahre 1601 nebst „dem neuen Kruge“, worunter jedenfalls der heutige Sandkrug zu verstehen ist (Lehnssakten Vol. 1). Daneben waren die Geschlechter Jannewitz und eine Familie Tarmen mit einem Besitze beteiligt.- Im Jahre 1756 war ein Anteil im Besitze der Chosnitzkis, ein zweiter in der Familie Damarus, ein dritter in dem der Familie Gruben, ein vierter nebst Malischütz in dem des Obersten Theodor von Weiher. Letzterer besaß den Hof.
Nach der Statistik vom Jahre 1784 bestand Dzechlin aus einem Vorwerke, vier Kossäten, einem Schenkhause, im ganzen neun Feuerstellen und war bereits im ausschließlichen Besitze des Ernst Ludwig von Weiher, welcher Lischnitz und Dzechlin mit einander vereinigte, worauf beide Ortschaften zwar nebeneinander bis zu ihrer amtlichen Vereinigung; aber unter einem Besitzer standen. Ludwig von Weiher hatte laut Verschreibung vom 15. April 1778 zur Verbesserung seines Gutes und zur Anlage einer Molkerei 10 292 Taler als Gnadengelder mit der Verpflichtung, 1080 Morgen im Lauenburger Bruche urbar zu machen, erhalten gegen den üblichen Zinsfuß. Der Taxwert war im Jahre 1804 auf 24 000 Taler angegeben.
Die größte Umwandlung erfuhr der Ort im Jahre 1871 unter dem Besitze des Albert Poll, als die schöne Dzechliner Forst zwecks Anlage eines Dampfschneidewerkes und einer Glasfabrik niedergehauen wurde.
Die Bewohnerzahl ist seitdem erheblich gewachsen (die Glasfabrik allein setzt 240 Einwohner in Nahrung), doch hat sich ein Zuzug polnisch redender Leute bemerkbar gemacht. In neuester Zeit (1910) ist daselbst eine evangelische Kapelle errichtet.

 

 

 

 *) Zwar werden in einer Urkunde des Jahres 1329 ( Pommereilisches Urkunden buch Seite 36) unter anderen zwei Ortschaften Cozlow und Lecnica unter den Besitzungen der Johanniter genannt, doch bezweifelt schon der Herausgeber Peribach, daß hierbei an die Lauenburger Ortschaften Chotzlow und Lischnitz zu denken sei.

 

JAGDSCHEINBESITZER Krs.5,1927

Stosick Dionisius Förster

 

 

 

 

 

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