KOPPALIN
RITTERGUT
GESCHÄFTSHAUS REWALD
OSTSEESTRAND UND FISCHERBOOTE
STATION ZUR RETTUNG SCHIFFBRÜCHIGER KOPPALIN
SCHULE
KOPPALINER SEE
Die Geschichte des Dorfes bis 1912
Koppa1in gegenwärtig eine Landgemeinde mit 187 Einwohnern im‘ Amtsbezirke Sassin.
Der Name ist ursprünglich nur eine Flurbezeichnung für die zu Lübtow gehörigen sog. Lübtower Katen und bildete einen Teil des Gutes Lübtow selbst, wird deshalb in älterer Zeit als Ortschaft nicht geführt, erst im
18. Jahrhundert wurde dieser eine Teil des Gutes, ebenfalls in Händen der Lübtows abgelöst und als gesonderte Ortschaft bezeichnet. Im 18. Jahrhundert unterschied man bereits das eigentliche Lübtow von Koppalin, und die von Bartschen Familiennachrichten melden aus den Jahren 1750 — 1776 von zahlreichen Mitgliedern der Familie v. Lübtow, welche hier gewohnt, ihren Hausstand begründet hätten und gestorben seien (Georg v. Lübtow, Jakob von Lübtow, Frau Katharina v. Lübtow geb. Kukowska, Michaela Christiane von Lübtow geb. Lewinska u.a.) Im Jahre 1811 erwarb Johann Christian Treichel die Güter Lübtow und Koppalin. Nach dem Tode des Johann Christian führte die Witwe den gemeinsamen Besitz 1832 bis 1846;hierauf fand eine Teilung zwischen den Geschwistern statt, in dem die Frau Adolphine Kramer geb. Treichel das Gut Lübtow, ihr Bruder Gustav aber Koppalin übernahm. Nach dessen Tode führte sein Schwiegersohn Paul Lietzau (1882) den Besitz, doch war schon durch Verfügung vom 13. Dezember 1878 bestimmt worden, dass Koppalin für sich allein ein Wahlrecht nicht begründen könne. Paul Lietzau nahm weitere Parzellierungen vor; 1902 saß Lietzau nur noch auf einem Restgute und durch Allerhöchste Kabinets Ordre vom Jahre 1904 wurde Koppalin in einen Gemeindebezirk umgewandelt. Das Rittergut Koppalin wurde als solches am 7. Juni 1906 gelöscht.
Seit den Parzellierungen ist die Ortsbewohnerschaft des ehemaligen Rittergutes (auch Lübtow 8 benannt) und der schon damals bestehenden Gemeinde von 110 auf 169 Bewohner gestiegen.