MERSINKE
DIE GESCHICHTE BIS 1911
Mersinke, ein Gutsbezirk von 443 Hektar mit 114 Einwohnern im Amtsbezirke Gnewin.
In ältester Zeit liefen die Namen Klein Mirsyno (cleyn Mirsino) und Mirsinke nebeneinander, einmal in den Kopenhagener Wachstafeln auch cleyn Mirsinke genannt. Im Jahre 1392 leisteten 2 Bewohner von Mirsinke Jerogneff und Mikusch Bürgschaft für einen Michael von Slawekow (Nr.81 in den Kopenhagener Wachstafeln. Um das Jahr 1400 wird es im Danziger Komthureibuche als „cleyn Mirsin" mit polnischer Naturallieferung genannt (vergl. Danziger Komthureibuch Seite 126, 255 und 258); desgl. 1437 als „cleynn Mirssyno". Mersinke gehörte in älterer Zeit lange zum Roschützer Komplexe und wird auch mit diesem zusammen in den betreffenden Lehnbriefen angeführt. Schon das Privileg vom Jahre 1507 bezeichnet Mersinke als Pertinenzstück desselben und ist es auch geblieben; jedenfalls gehörte es noch 1658 dazu. Ueber die Ablösung von diesem Komplexe fehlen die Nachrichten. Im Jahre 1742 saß schon seit längerer Zeit die Familie Lantau darauf; dem Peter von Lantau wird hier in diesem Jahre ein Sohn geboren. Der Vater starb und die Witwe führte den Besitz fort; allerdings nicht allzu lange, denn bereits 1777 war Jakob Georg von Mach darauf, welchem hier in diesem Jahre ein Sohn geboren wurde. 1784 Hauptmann Johann Leopold
v. Mach, der noch 1804 als Besitzer in der Vasallentabelle genannt wird. Zwei Fräulein von Mach vermählen sich in den Jahren 1800 und 1802 mit von Dziezelski und von Krahn. Nachfolger wurde von Glowinski schon ca. 1818, noch 1841. 1871 von Krahn; seit dem 13. Juli 1897 Oskar von Bonin. Nach dessen Tode seine Witwe Else geb. von Milczewski und deren Kinder, seit März 1911 Emil Bloch, Besitzer von Chinow.