PRZEWODNIK £EBA  PL    DE  REISELEITER LEBA

 SASSIN KREIS LAUENBURG /POM

DOM HANDLOWY I KRAWIECTWO  KARL SIELAFF

SASSIN KAUFHAUS  U MASSCHNEIDEREI KARL SIELAFF

 

SZKO£A 1939

SCHULE 1939

GASTHAUS ZU WILDEN REBE

GASTHAUS ZUR WILDEN REBE GERHARD FREYER

GASTAHUAS STAECK

GASTHAUS STAECK

 

SASSIN TOWARZYSTWO STRZELECKIE

SCHÜTZENVERREIN SASSIN HERRN BRANDENBURG DER SCHÜTZENKÖNIG

Einsenderin  SABINE EITNER herzlichen Dank!!!!!!!

 SASSIN ZACKENZIN KRESI LAUENBURG /POM.

AUSFLUG DER FRAUENHILFE SASSIN -ZACKENZIN MIT IHREN "MÄNNLIECHEN BESCHÜTZERN "

SASSIN KREIS LAUENBURG \POM:

ERNTEZUG ZUM ERNTEDANKFEST IN SASSIN

  DIE BAUERN IN SASSIN 1939

Gerhard Freyer

Emil Henke

Luise Jeschke

August Krak

Karl Kubitz

Otto Kuschfeld

Willi Peters

Hermann Pioch

Leo Raddatz

Ernst Scheujkall

Walter Siellaff

Artur Sonntag

Wilhelm Teßmann

Jagdscheinbesitzer (Krs 5 1927)

Zenke Reinhold - Hofbesitzer

 

 

 Wie kam Sassin zu einem Schloß?
Das Bauerndorf Sassin, heute Sasino (phon. Saschino) ‚ liegt 28 km nördlich seiner Kreisstadt Lauenburg, 12 km östlich von Leba, dem Badeort mit den höchsten Wanderdünen im ehemals deutschen Staatsgebiet und 22 km von der grenze zum ehemaligen Korridor; also im nordöstlichsten Zipfel Hinterpommerns.
Wie die meisten Dörfer dieser Region ist auch Sassin ein Straßendorf. Die Dorfstraße, von Ost nach West leicht abfallend, zieht sich über fast einen Kilometer hin. Am östlichen Ende, wie ein 1-Balken, die Straße, die von Süden nach Norden, also ausflich= tung Lauenburg kommend, zur Ostsee führt.
Die See, obwohl noch 4 km entfernt, ist allgegenwärtig. Wir sahen ihren unbegrenzten Horizont aus dem Küchenfesnter, am schönsten aber auf dem Weg zur Ziegelei. Bei Sturm hört man das Rauschen des Meeres, und bei gutem Wetter wirft die Sonne ihre goldene Bahn auf den Wasserspiegel. Die Sonnenuntergänge über dem Wasser lockten unsere Gäste regelmäßig hinter das Haus auf eine kleine Anhöhe.
Sassin hatte ca. 640 Einwohner, die sich auch über die sogenannten Ausbauten Neusassin, Grünhof, Belle Alliance und die Ziegelei verteilten. Es war somit eines der größten Dörfer im Kreis Das Dorf verfügte über zwei Gastwirtschaften, aber über keine Kirche. Die stand im Nachbardorf Zackenzin und verlangte ihren Gläubigen aus Sassin einen Pußweg von 2 km mindestens ab.
Wenn wir Sassiner unsere Kreisstadt Lauenburg besuchen wollten, was z.B. unumgänglich war, wenn wir Zahnschmerzen bekamen, so benutzten wir den Bus. Dieser brauchte für die 28 km 1 1/2 Stunden, denn er hielt in mindestens acht Dörfern.
Wollten wir aber die Bahn nehmen, so mussten wir 6 km nach Kurow oder 10 km nach Freest/laufen oder fahren.
Gefahren wurde mit dem Pferdefuhrwerk oder mit dem Rad, denn Autos gab es noch nicht. Das erste kam wohl 1938 in unser Dorf und wurde ein Jahr später zum Kriegseinsatz eingezogen.
Das Dort Sassin war ursprünglich ein Gutsdorf wie die meisten Dörfer Hinterpommerns. Der Ort findet seine erste Erwähnung 1437. Er hieß ursprünglich Saß, was für Sachse steht. Wir können annehmen, daß er von eingewanderten Sachsen gegründet wurde, die sich später mit anderen Volksstämmen durchmischten.
Ein Gut lässt ein Herrenhaus vermuten. Nicht so in Sassin; zunächst jedenfalls.
Die ersten nachweisbaren Gutsbesitzer, die von Jazkows, dann die von Krokows aus der Ossekener Linie und die nachfolgenden aus der Roschützer Linie hatten ihren Wohnsitz auf einem ihrer anderen Güter. Sie setzten für Sassin Verwalter ein.
Als 1823 die Roschützer Linie ausstarb, erwarb ein Herr Rants das Gut, ein Nichtadeliger. Er war Ingenieur Offizier, kam also aus dem Staatsdienst. Er gründete einen Gutshof in Beile Alliance und schuf weite neue Anbauflächen indem er das Moor trockene legte.  
Schließlich verlegte er den Gutshof vom südlich des Ortes gelegenen Belle Aliance nach Neusassin, das zwei Kilometer nördlich des Ortskerns, also auf halbem Wege zur Ostsee liegt.
Hier baute er ein geräumiges Schloß im neoklassizistischen Stil, das er mit einem großen Park umgab.
Sein Schwiegersohn Wilhelm von Somnitz trat 1864 das Erbe an und teilte bald darauf das Gut in kleine Pachthöfe auf.
Später veräußerten seine Witwe und seine Tochter diese Pachthöfe, und nur ein kleines Restgut blieb in Neusassin bestehen. So wurde Sassin ein Bauerndorf!
Das ursprüngliche Gut hatte zuletzt eine Größe von 4.640 Morgen = 1160 Hektar gehabt.
Schloß und Restgut gingen in den folgenden Jahren nacheinander in den Besitz derer von Zizewitz, von Sydow, Holtz, von Weiher, Neumann und Gnadt über. Diese Reihe erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Im Jahre 1934 wurde das Schloß Landjahrlager für Landjahrjungen; sicher schon mit dem Hintergedank. der Wehiertüchtigung.
Die Jungen kamen gleich nach ihrem Schulabschluß nachSassin und wurden zur E.anderbejt auf die verschiedenen Höfe verteilt. An den Wochenendän marschierten sie in ihren grauen Uniformen, zu denen je nach Jahreszeit lange oder kurze Hosen gehörten durchs Dorf. Schulterriemen und Koppelschluß, diese Insignien der NS-Macht, gehörte auch chon. dazu.
Ein hübscher Zufall wollte, daß ein ehem. Lauenburger Ende der 90ger Jahreauf einer Auktion einen 70 Seiten umfassenden Bericht ersteigern konnte, der van diesen Jungen, die allesamt aus dem Ruhrgebiet kamen, erstellt worden ist. Sie beschreiben darin ihr Leben im Schloß, aber auch ihre Erfahrungen mit den Bauern, denen sie zugeteilt waren. Jeder von ihnen war auch mit einem umfassenden Thema betraut wie: "Erhalt der Dünen",Wald und Forstwirtschaft","Fischreibetrieb" etc.
Die Jungenaren also nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert und mußten viel unterwegs sein, um Informationen ein zus mmen.
Wer von ihnen mag wohl den Krieg überlebt haben?
Heute bietet dich das Schloß als Hotel an. Ein Parkplatz, von einem hohen Zaun umschjossen, ist nachts bewacht. Mit Kutschen können die Gäste zum Strand gelangen.Auch unter den Polen hat das Schloß schon einige Besitzerwechsel zu bestehen gehabt.
Wer das Schloss besucht, sollte auch den Eibenwald kennen lernen, der sich rechts vom Schl1oß auf der linken Straßenseite befindet. Wir haben in der Schule gelernt, es sei der einzige Deutschlands. So war ich sehr enttäuscht, als ich in den Voralpen, unweit von Bad Kohigrub, einen zweiten fand. Besonders hübsch bietet sich der Eibenwald im Frühling dar, wenn der moorig/feuchte Waldboden mit Leberblümchen übersäht ist.

 DIE GESCHICHTE BIS 1911

Sassin, eine Landgemeinde mit 547 Einwohnern im Amtsbezirk Sassin. Der Ort wird 1437 unter den freien Panengütern mit 2 Hocken und Naturallieferung aufgeführt. Die älteste hier bekannte Panenfamilie ist die der Jatzkows, welche über diesen Ort, wie über das benachbarte Jatzkow u.a. Güter Privilegien besitzen ,die bis zum Jahre 1527 (3.Juli) zurückreichen ;sie waren noch 1618 im Besitze. Dann trat der Ort vorübergehend nebst Jatzkow in den Besitz des Georg von Krockow aus der Osseckener Linie. Doch muss er den Krockows wieder verloren gegangen sein; denn 1748 in einer Genealogie der Familie und bei der, Aufzählung ihrer Güter wird Sassin nicht mehr aufgeführt. Wohl aber erwarb es noch vor dem Jahre 1758 der in Klein Katz ansässige Ernst Bogislaw von Krockow und gliederte es dem Roschützer Besitze an. Nach dem Zusammenbruche dieser Roschützer Linie kam Sassin zum Ver- kaufe und wurde 1823 von einem Herrn Rants erworben, der hier einen neuen Gutshof anlegte und ihm den Namen Belle Alliance beilegte, der, ein früherer Ingenieur-Offizier, das. Moor urbar machte und den Gutshof nach NeuSassin verlegte, nachdem er daselbst das schöne Herrenhaus erbaut hatte.1864 folgte dessen Schwiegersohn Wilhelm von Somnitz auf Stresow, der das Gut in kleine Pachthöfe teilte und als Vorläufer von Rimpau - Kumrau besandete Moorkulturen anlegte. Seine Witwe und seine Tochter veräußerten die Pachtgüter und nur das Restgut Neu Sassin blieb bestehen. Von 1902 - 1907 Kapitän Leutnant von Zitzewitz, darauf von Sydow, seit 1909 Hauptmann Holz. Der Ort war schon in älterer Zeit meist mit Bauern besetzt; erst der Putziger Landrichter von Krockow hat etwa um das Jahr 1750 das Vorwerk Grünhof angelegt, das aber nur eine Jahrespacht von 200 Talern abwarf. Noch im Jahre 1784 bestand der Ort außer dem genannten Vorwerke aus einer Wassermühle, 8 Bauern, 3 Kossäten, einem Kruge und einem Schulmeister. Später trat hinzu der genannte Hof Belle-Alliance. Die Bevölkerungsziffer von Gut und Gemeinde war ehemals die gleiche (ca.25O), später überwog die des Gutes, bis diese in Folge der Abverkäufe zurückging, sodaß im Jahre 1905 die Gemeinde mit 326, das Gut mit 239 Bewohnern dastand. Gegenwärtig befinden sich in Sassin außer dem Gutsbesitzer Holz 56 Bauern und Eigentümer. Gemeinde Vorsteher Greinke. Im Jahre 1906 am 12.Februar wurde das Restgut mit den damals noch 27 Besitzungen mit dem Gemeindebezirk Sassin vereinigt und das Rittergut Sassin gemäß Ministerialerlass vom 7. Juni 1906 in der Rittergutsmatrikel gelöscht. Die Eibenfopst bei Sassin ist ein Naturdenkmal, welches der Nachwelt erhalten werden soll.

Alle Rechte vorbehalten. Es ist insbesondere nicht gestattet, ohne ausdrückliche Genehmigung Inhalte dieser Seiten für gewerbliche Zwecke zu
übersetzen, zu vervielfältigen, auf Mikrofilm/-fiche oder in elektronische Systeme einzuspeichern oder in irgendeiner Weise zu verändern.

Copyright (c) 2008-2012 by Mariusz Baar 84-352 Wicko 50A reiseleiter-leba.eu           artwolan